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Kommunalwahl 2020 Grevenbroich Rinkert SPD Koalition

Rinkert und Gerbrand gehen sondieren : „Wir wollen eine feste, stabile Mehrheit“

Ein „Verhandlungsteam“, bestehend aus dem alten und dem kommenden Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion, wird in den kommenden Wochen die „Sondierungsgespräche“ mit allen im Stadtparlament vertretenen Parteien und Gruppierungen aufnehmen. Mit fast allen: Die AfD ist auch für die Grevenbroicher Sozialdemokraten kein Geprächspartner.

Bei diesen „Sondierungsgesprächen“ soll es allerdings nicht bleiben. Daniel Rinkert, SPD-Interims-Chef und designierter Fraktions-Vorsitzender im neuen Rat, macht deutlich, wo die Reise hingehen soll: „Wir wollen eine feste, stabile Mehrheit organisieren“, betont er im Gespräch mit dem Erft-Kurier. Anders als in der nun zu Ende gehenden Wahlperiode will man nicht mehr nach wechselnden Mehrheiten Ausschau halten. Es soll eine vertraglich fundierte „Kooperation“ geben (auf kommunaler Ebene kann man rein rechtlich nicht von einer „Koalition“ sprechen).

Dass eine Mehrheit mit SPD, „Grünen“ und „Mein GV“ (plus Bürgermeister-Stimme) erreicht ist, soll Daniel Rinkert und Horst Gerbrand aber nicht davon abhalten, auch mit CDU, FDP und UWG zu sprechen. Und auch Dates mit den beiden Einzelkämpfern der „Linken“ von GGV sind klar anvisiert.

  • Grandseigneur Edmund Feuster blickt vertrauensvoll auf die „Rasselbande“, die im neuen Stadtrat für die SPD sitzen soll. Beispielhaft nennen wir hierfür Gina Penz (Jugendrotkreuz), Philipp Bolz (Jugendferienwerk), Ceylan Er („Hydro“-Betriebsrat), Daniel Kober (Rathausviertel), Birgit Gericke („Import“ aus Bedburg) und Martin Marquardt („Import“ aus Rommerskirchen). Interims-Stadt-Partei-Chef Daniel Rinkert ist sich sicher, mit dieser Truppe bei den Kommunalwahlen in diesem Herbst locker punkten zu können. <![CDATA[]]>
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Mit schnellen Ergebnissen dürfen die Bürger allerdings nicht rechnen. „Das dauert jetzt ein bisschen“, macht Rinkert gegenüber der Redaktion deutlich. Zum einen strebe man eine „gute Organisation und keine Schnellschüsse“ an. Zum anderen wären alle Fraktionen derzeit in der Findungsphase und zudem stünden ja auch die verdienten Herbstferien an. „Es wird sicher Ende Oktober werden“, vermutet Rinkert.

Auch Wahlsieger Klaus Krützen sieht diese Suche nach Bündnispartnern gelassen: „Da gibt es viele Mehrheiten“, wiegelt er lächelnd ab. Er denke dabei an alle im Rat vertretenen politischen Formationen – mit Ausnahme der AfD selbstverständlich. Wie aber der Rat sich genau aufstelle, dass sei „Sache der Fraktionen“. Die müssten eh viele organisatorische Dingen untereinander abstimmen.

(Gerhard Müller)