Damals präsentierte sie stolz ihr erstes Buch „Keine Zeit zu gärtnern – Easy Ernteglück im Hochbeet“, das im EMF-Verlag erschienen ist. „Ein Buch zu schreiben, war immer ein Traum von mir. Da dachte ich mir: Warum eigentlich nicht. Wie oft hat man schon die Möglichkeit dazu? Vielleicht kriegt man die Chance nie wieder“, erinnert sie sich an den Moment zurück, als die Anfrage vom Verlag kam.
Was sie damals noch nicht ahnen konnte: Ihr Buch kommt mehr als gut bei den Lesern an, schafft es sogar auf die „Spiegel“-Bestsellerliste. Da wundert es nicht, dass der Verlag schließlich wieder mit einer Anfrage auf die Orkernerin zukam. Wie gut, dass Idee für Buch Nummer zwei schon lange in ihrem Kopf reifte!
Der neue Gartenratgeber von Jessica Achtsnicht, der seit Februar in den Regalen steht, dreht sich um den geschützten Gemüseanbau im Freiland, sprich in Gewächshäusern, Frühbeeten und mehr. „Die Anfrage für meinen nächsten Band in der Reihe ,Keine Zeit zu gärtnern‘ kam zu einem guten Zeitpunkt. Denn wir haben vorher in unserem Garten selbst ein Gewächshaus gebaut“, erklärt die Gartenbloggerin.
In „Keine Zeit zu gärtnern – Gemüse länger ernten in Gewächshaus, Frühbeet und Co.“ habe sie einmal durchgespielt, wie man den Garten das ganze Jahr über nutzen könne. Und wie schon beim ersten Buch seien die Worte nur so aus ihr herausgeflossen.
Im Winter 2024 habe sie mit dem Schreiben angefangen und schon im April sei das Manuskript fertig für das Lektorat gewesen – und das neben Familie, Job und ihren „Social Media“-Kanälen.
„Je schneller ich mit dem Schreiben fertig war, umso schneller konnte ich mich an die Bilder machen“, verrät die Orkenerin. Dabei schlug sie zwei Fliegen mit einer Klappe, dokumentiert sie ihre Gartentipps doch auch für Instagram, Facebook und Co. fotografisch.
So machte sie sich also unter anderem daran, Beetpläne, die im Buch zu finden sind, im heimischen Garten umzusetzen. „Da muss man natürlich auch die richtigen Zeitpunkte für unterschiedliche Pflanzen abwarten“, erklärt Jessica Achtsnicht und sie gibt offen zu: „Mir ist auch mal etwas nicht gelungen. Die Gurken wollten zum Beispiel gar nicht. Das hat mich geärgert, weil die Bilder schöner hätten werden können, aber so ist die Realität.“
Im Gespräch merkt man schnell: Jessica Achtsnicht brennt nach wie vor für das Thema Garten und an Ideen mangelt es ihr nicht. Nur der Platz im heimischen Garten in Orken wird knapp, da sich nicht nur der Traum vom Gewächshaus mit den Jahren erfüllt hat, sondern auch neue tierische Familienmitglieder eingezogen sind.
Doch statt der beim vergangenen Besuch von „Grevenbroich … unsere Heimat“ erwähnten Hühner, leben nun neun Enten bei Familie Achtsnicht. „Meine Töchter und ich haben meinen Mann lange beknetet, dass wir gerne Hühner hätten. Als wir ihn dann so weit hatten, war ich bei einer Bekannten, die selbst Hühner hat, um mich zu informieren. Als mir bei ihr dann plötzlich eine Schar Laufenten entgegenkam, war ich hin und weg. Die sind so reizend – und fressen die Schnecken aus den Beeten“, lacht Jessica Achtsnicht.
Als erstes zogen fünf Laufenten ein, später brütete die Familie selbst vier Orpington-Enten aus. „Das war ein richtiges Highlight!“
Noch schwelgt die Gartenbloggerin in der Freude, ihr zweites Buch in Händen halten zu können. Doch wie sollte es anders sein, schwirrt ihr schon Idee für Buch Nummer drei im Kopf herum: „Ich würde gerne den Fokus auf Rezepte legen. Was ernte ich wann und was kann ich daraus machen. Mal schauen, ob der Verlag da auch Interesse dran hat.“