NABU Gruppe Jüchen gibt Tipps Gemeinsam durch den Sommer: Mit kleinen Gesten Großes bewirken

Jüchen · Die Sonne schenkt uns lange, helle Tage. Kinder spielen bis in den Abend hinein, Gärten stehen in voller Blüte und wir genießen die Zeit im Freien. Doch was für uns ein schöner Sommertag ist, wird für viele Tiere und Pflanzen zunehmend zur Herausforderung. Wochen ohne nennenswerten Regen lassen Böden austrocknen, Wasserstellen verschwinden und selbst große Bäume geraten unter Stress. „Dabei kann jeder von uns mit ganz einfachen Mitteln helfen“, erklärt die NABU Gruppe Jüchen.

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Wer in Jüchen einen Straßenbaum vor der Haustür hat, kann ihm in den heißen Sommerwochen etwas Gutes tun. Ein kräftiger Gießgang – am besten mit mehreren Gießkannen oder einem Eimer Wasser in den frühen Morgen- oder Abendstunden – versorgt die Wurzeln dort, wo jede Unterstützung zählt. Besonders jüngere Bäume sind auf unsere Hilfe angewiesen. Sie schenken uns Schatten, kühlen unsere Straßen, filtern die Luft und bieten unzähligen Tieren einen Lebensraum. Was wir ihnen heute geben, kommt uns allen morgen zugute.

Auch in unseren Gärten können wir mit kleinen Gesten viel bewirken. Eine flache Wasserschale wird in diesen Tagen schnell zur lebensrettenden Oase für Vögel, Eichhörnchen, Igel und viele andere Wildtiere. Wichtig ist, das Wasser täglich zu erneuern und die Schale sauber zu halten.

Nicht vergessen sollten wir dabei die kleinsten Gartenbewohner. Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten benötigen ebenfalls Wasser. Eine flache Schale mit einigen Steinen, kleinen Ästen oder Korkstücken bietet ihnen sichere Landeplätze. So können sie trinken, ohne ins Wasser zu geraten. Oft dauert es nicht lange, bis sich die ersten summenden Gäste einfinden.

Auch auf unseren Friedhöfen lässt sich mit wenig Aufwand viel erreichen. Wer ohnehin Blumen gießt oder ein Grab besucht, kann eine kleine Wasserschale an einem ruhigen Platz aufstellen – natürlich so, dass sie niemanden stört. Gerade dort finden Vögel und Insekten zwischen alten Bäumen und blühenden Pflanzen wertvolle Rückzugsorte.

Naturschutz beginnt nicht erst im Wald oder im Naturschutzgebiet. Er beginnt direkt vor unserer Haustür – mit einer Gießkanne, einer Wasserschale oder einem kurzen Moment der Aufmerksamkeit. Wenn viele Menschen in Jüchen mitmachen, entsteht aus vielen kleinen Taten etwas Großes.

„Vielleicht ist es genau Ihr Baum, der den nächsten heißen Sommer besser übersteht. Vielleicht rettet Ihre Wasserschale einer erschöpften Hummel den Tag oder gibt einer Amsel die Kraft, ihre Jungen weiter zu versorgen“, so die NABU Gruppe Jüchen, „die Natur beschenkt uns jeden Tag mit ihrer Schönheit. Jetzt ist der Moment, ihr etwas zurückzugeben.“

Der NABU Gruppe Jüchen lädt alle Bürger herzlich ein, mitzumachen: „Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Jüchen auch in trockenen Sommern ein lebenswerter Ort bleibt – für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Denn manchmal beginnt Naturschutz mit einem einzigen Eimer Wasser.“