1. Grevenbroich

Bertram Graf von Nesselrode: Ein Graf gibt sich die Ehre

Bertram Graf von Nesselrode : Ein Graf gibt sich die Ehre

Auch wenn er sich mit den jüngsten Kommunalwahlen aus dem Stadtrat zurückgezogen hat, zählt Bertram Graf von Nesselrode zu den „elder statesman“, zu den Honoratioren der Schloss-Stadt. Der ehemalige Vize-Bürgermeister kann heute seinen 70. Geburtstag feiern.

Er war immer mit Leidenschaft Politiker; seine Aufgaben als Stellvertreter des Bürgermeisters hat er immer mit Herzblut gemacht.

„Die Menschen haben mich bei meinen Besuchen beschenkt mit ihren Geschichten“, lächelt er. Diese Lebensberichte hätten ihn stets sehr beeindruckt.

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Dabei wurde Bertram Graf von Nesselrode geboren in Herten, wuchs in Herrenstein an der Sieg auf, bevor er in ein Internat in Bad Godesberg kam. Seit 1984 wohnt er in „Haus Busch“ und hat – nicht zuletzt auch dank seines Scheibenschützenzuges aus Langwaden – in dem Klosterdorf seine Heimat gefunden.

Von Beruf war er eigentlich Bau-Assessor, später auch Bahnbau-Assessor. Seine Aufgabe war die Planung von U-Bahn-Strecken. Seine Gattin erinnert sich noch gerne daran, dass er zu diesem Zweck auch das Steuern von U-Bahnen lernen musste. Es sei ein besonderes Gefühl gewesen, zu wissen, dass die Bahn, mit der man fahre, vom eigenen Partner gesteuert werde, lächelt sie.

Auch wenn er sich im politischen Ruhestand befindet, beobachtet er das Geschehen noch immer sehr wachsam. Sorgen macht er sich wegen der Bundestagswahlen im Herbst. Auch wenn er davon ausgeht, dass es für Annalena Baerbock einen „Martin-Schulz-Effekt“ geben wird, fragt er sich, wie nach den Wahlen eine gute Regierung gebildet werden soll. Sorgen mache ihm da die FDP, die „so oder so an die Macht“ wolle...

(-gpm.)