1. Grevenbroich

Falsche Polizeibeamte in Grevenbroich erfolglos

Falsche Polizeibeamte in Grevenbroich unterwegs : Update: Jetzt wurde doch ein Senior abgezockt!!!

Am Donnerstag erhielten mehrere Grevenbroicher Bürger Anrufe eines vermeintlichen Polizeibeamten.

Bei einer 85-Jährigen klingelte gegen 11 Uhr das Telefon. Am Apparat war angeblich ein "Herr Krüger" von der Kriminalpolizei. Er behauptete, ihr Geld sei auf der Bank nicht mehr sicher und wollte sie dazu überreden, eine hohe Summe bei ihrer Bank abzuheben. Zunächst ließ sich die lebensältere Frau überzeugen, doch dann wurde es ihr doch zu bunt und das Gespräch wurde beendet.

Ein 61-Jähriger, der ebenfalls einen Anruf erhalten hatte, wurde und blieb skeptisch bei der angezeigten Telefonnummer. Er schenkte dem Anrufer zu Recht keinen Glauben und legte richtigerweise auf.

Am Nachmittag erhielt dann ein 91-Jähriger ebenfalls einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten, der den Senior mit der Geschichte, dass das eigene Vermögen bei der Bank nicht mehr sicher sei, unter Druck setzte. Angehörige bekamen jedoch das Gespräch mit und verhinderten einen Erfolg der Betrüger.

In diesen drei Fällen ging alles gut aus, weil die Angerufenen oder ihre Angehörigen richtig reagierten. Oft genug jedoch gelingt es Betrügern, die sich am Telefon als falsche Polizeibeamte ausgeben, ihre Opfer - in der Regel ältere Menschen - zu überrumpeln und gezielt unter Druck zu setzen, sodass diese ihre Ersparnisse hergeben.

Machen Sie sich bewusst: Die Polizei wird Sie niemals nach dem Aufbewahrungsort Ihrer Wertgegenstände und Ihres Bargelds fragen und es für Sie "sicher aufbewahren" wollen. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten oder Ihre Vermögensverhältnisse preis.

Generell gilt: Informieren Sie die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt oder Sie Opfer eines Betruges geworden sind, entweder über 02131-300-0 oder über den Notruf 110. Weitere Informationen und Hinweise zu den aktuellen Maschen finden Sie im Internet: https://rhein-kreis-neuss.polizei.nrw/artikel/vorsicht-vor-betruegern

Update:

Zunächst erhielt am Donnerstag eine 77-Jährige Grevenbroicherin den Anruf eines Unbekannten, der sich als "Herr Krüger" ausgab und behauptete, dass ihr Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei. Um überzeugender zu wirken, gab er eine Gesprächsunterbrechung vor und ließ sie aus dem laufenden Gespräch die 110 wählen. Dort meldete sich ein vermeintlicher "Kollege" und die Unterhaltung lief weiter.

Als es dann tatsächlich zu einer Unterbrechung des Telefonats kam, wählte die Seniorin erneut die 110, im Glauben, "Herrn Krüger" zurückzurufen. Dieses Mal jedoch nahmen echte Polizeibeamte der Leitstelle ab und die Sache klärte sich schnell als Betrugsversuch auf.

Weniger Glück hatte tags darauf ein Senior aus Wevelinghoven. Ein vermeintlicher Polizeibeamter mit Namen Herr "Krüper" meldete sich gegen 10 Uhr und erzählte ihm ebenfalls die Geschichte mit dem Geld, das auf der Bank nicht mehr sicher sei. Er überzeugte den lebensälteren Wevelinghovener durch mehrere Anrufe von der Dringlichkeit der Situation, sodass dieser Bargeld von seiner Bank abholte und zur Übergabe an die angebliche Polizei in eine Ledertasche verpackte.

Sodann sollte er mit der Tasche ins Auto steigen und wurde durch Wevelinghoven gelotst. Dann sollte er die Tasche an einer bestimmten Stelle aus dem Auto werfen. Ein unbekanntes Pärchen war jedoch zufällig zugegen und gab dem Senior die Tasche wieder - weil er sie ja verloren habe.

Daraufhin wies der "Polizist" den Senior an, die Tasche an einem Glascontainer an der Ecke Grevenbroicher Straße/ „An Mevissen“ abzustellen. Dies wurde von einem weiteren Zeugen von der anderen Straßenseite kommentiert, dass man dort nur Glas entsorgen dürfe.

Der Senior beließ die Tasche am Container und fuhr zunächst weiter, konnte jedoch aus der Ferne einen dunklen Wagen beobachten, der an der Stelle hielt. Eine Person sei ausgestiegen und habe die Tasche augenscheinlich an sich genommen. Anschließend sei das Fahrzeug mit überhöhter Geschwindigkeit davon gefahren.

Der Senior fuhr nach Beendigung des Telefonats zur Wache Grevenbroich, wo sich der Sachverhalt als Betrug durch einen „falschen Polizeibeamten“ herausstellte.

(-ekG.)