Kulinarischer Rück- und Ausblick: Kochen nach Großmutters Rezepten und mit Produkten aus der Region

Kulinarischer Rück- und Ausblick: Kochen nach Großmutters Rezepten und mit Produkten aus der Region

Anfang des Jahrhunderts konnte es in Feinschmecker-Kreisen nicht exotisch genug zugehen: Immer wieder neue Fleisch-, Obst- und Gemüse-Arten wurden rund um die Welt transportiert, um den Genießer-Gaumen zu kitzeln.

„Dieser Trend ist längst vorbei“, weiß Gerd Bäumges, heuer seit 30 Jahren Inhaber in den „Drei Königen“ in Kapellen. Zusammen mit ihm unternahm der Erft-Kurier einen kulinarischen Jahresrückblick und eine Vorschau auf das neue Jahr 2019. Dabei geht der aktuelle Trend genau in die andere Richtung: „Gefragt sind regionale Rezepte, gekocht mit Produkten aus der Region“, weiß Bäumges.

„Erbsensuppe“ ganz anders: Dieses Erbsengemüse wurde mit einem Hauch Wasabi gewürzt. Dazu gab es „St. Pierre-Fisch“ unter einem Kräuterschaum. So lecker-würzig war „Luft“ noch nie!

Auch in den Küchen der feinen Gastronomie hat sich eben der Gedanke der „Nachhaltigkeit“ etabliert.

Gerade zur Weihnachtszeit: regional-klassisch die Gänsekeule mit Rotkohl, Maronen und Bratapfel. Wer braucht da Antilope oder „afrikanische Zauberfrucht“?

Traditionelle Gerichte wie Sauerbraten oder Rinder-Rouladen sind angesagt. Klassisch gekocht, aber natürlich leichter als zu Großmutters Zeiten. „Und auf die Qualität der Zutaten wird größter Wert gelegt“, betont auch Küchenchef Frank vom Dorp. Denn das Prinzip „Geiz ist geil“ mag in der Elektronik-Branche funktionieren. Auf dem Teller hat es aber nichts zu suchen.

Auch im Dessert gilt das nachhaltige Regional-Prinzip: Birne in Rotwein. Quitte als Kompott. Walnuss im Parfait. Und ein Mousse von der Aachener Printe. Mehr geht nicht.

-gpm.

(Kurier-Verlag)