Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Kranke und Personen, die längere Zeit Kälte ausgesetzt sind.
„Unterkühlung kann schneller eintreten, als viele denken“, betont Andreas Denker, Erste-Hilfe-Beauftragter im DRK-Kreisverband Grevenbroich. „Schon wenige Minuten in Kälte, insbesondere bei Nässe oder starkem Wind, können den Körper ernsthaft gefährden. Wichtig ist, dass Menschen in der Umgebung aufmerksam bleiben und nicht wegsehen. Erste Hilfe im Winter ist nicht nur hilfreich, sie kann im Ernstfall Leben retten.“
Der DRK-Kreisverband Grevenbroich erklärt die wichtigsten Schritte bei Unterkühlung:
Erste Warnzeichen sind Zittern, blasse oder bläuliche Haut, Müdigkeit und Verwirrtheit, die im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit führen können.
Besonders gefährlich wird es, wenn die Person nicht mehr zittert. Betroffene sollten sofort aus der Kälte an einen geschützten Ort gebracht, vor Wind und Nässe geschützt werden und mit Decken oder Rettungsdecken gewärmt werden.
Direkte Hitzequellen sollten vermieden werden. Warme, gezuckerte, nicht alkoholische Getränke dürfen nur an ansprechbare Personen gegeben werden. „Bei jeder vermuteten Unterkühlung sollte die 112 gewählt werden, besonders wenn die Person kaum ansprechbar ist oder sehr schläfrig wirkt“, macht Andreas Denker deutlich.
Bewusstlose Personen werden bei normaler Atmung in die stabile Seitenlage gebracht. Bei Personen ohne Atmung erfolgt die sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Der DRK-Kreisverband ermutigt die Bürger, in der kalten Jahreszeit verstärkt auf gefährdete Personen zu achten. Im Zweifel sollten sie Hilfe anbieten oder umgehend die Rettungskräfte informieren.
Wer seine Kenntnisse in Erster Hilfe auffrischen oder erweitern möchte, kann sich für die Kurse des DRK-Kreisverbandes anmelden. Die Kurse finden in verschiedenen Städten und Gemeinden statt: Grevenbroich, Dormagen, Meerbusch, Kaarst, Wevelinghoven und Korschenbroich. Weitere Informationen finden Sie unter www.drk-grevenbroich.de.