„Trotz Fortschritten in den letzten Jahren, stagniert die Entwicklung derzeit. Teilzeitbeschäftigung, Care-Arbeit und die geringere Bezahlung wirken sich ungünstig auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit und auch die spätere Altersversorgung von Frauen aus. Altersarmut ist weiblich“, so die beiden Gleichstellungsbeauftragten.
Laut Statistischem Bundesamt liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze. Der europäische Gender Gap liegt bei 12 Prozent. Die Unterschiede fallen in Westdeutschland mit 17 Prozent und in Ostdeutschland mit 5 Prozent aus. Nur 29,1 Prozent der Führungskräfte waren im Jahr 2024 weiblich. Diese Zahl dürfte sich in 2025 nicht merklich verändert haben.
Die Gleichstellungsstelle setzt sich daher für konkrete Verbesserungen ein:
– Bessere Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf
– Entgelttransparenz in Unternehmen
– Stärkung von Frauen in Führung und qualifizierter Beschäftigung
– Aufwertung sozialer Berufe
„Wir rufen Unternehmen und Institutionen auf, faire Beschäftigungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen zu schaffen. Bitte prüfen Sie Ihre Gehaltsstrukturen und zahlen gleichen Lohn für gleiche Arbeit – und das jeden Tag“, fordern die Gleichstellungsbeauftragten.
Bei Fragen stehen Andrea Schiffer (02165/915-6002) oder Ursula Schmitz (02165/915-1017) oder per Mail an: geichstellung@juechen.de zur Verfügung.