Mit rund 180 Mitgliedsbetrieben ist der Kreis-Zusammenschluss die größte SHK-Innung in ganz Deutschland. Noch bis zum Jahresende steht Christoph Linden als ehrenamtlicher Obermeister offiziell an der Spitze der Innung, dann tritt Thomas Hanna aus Korschenbroich sein neues Amt an. Der 56-Jährige wurde in der Innungsversammlung im Seminarraum bei „Gottschall & Sohn“ in kapellen einstimmig gewählt. Sein Stellvertreter ist Christian Haubert (27).
Hanna kennt die Innungsarbeit gut. Seit 15 Jahren gehört er dem Vorstand an, die vergangenen fünf Jahre engagierte er sich als stellvertretender Obermeister.
Christoph Linden (63) trat nach zehn Jahren nicht mehr an, ist aber weiterhin Vorstandsmitglied, weil man auf seine Erfahrung nicht verzichten wollte. „Du bist ein klasse Obermeister – es macht Spaß, mit dir zu arbeiten“, sagte Thomas Hanna, als er seinem Vorgänger für dessen Verdienste im Ehrenamt die „Silberne Medaille“ der Handwerkskammer Düsseldorf überreichte. Seit 30 Jahren arbeitet Linden inzwischen im Vorstand der SHK-Innung mit. Er war zehn Jahre lang stellvertretender Obermeister, bevor er an die Spitze gewählt wurde.
Thomas Hanna will mit seiner ehrenamtlichen Arbeit dazu beitragen, das SHK-Handwerk weiter nach vorne zu bringen, wie er sagt. „Fachkräfte gewinnen wir nicht im Lotto, die müssen wir selbst ausbilden“, erklärt er. Der neue Obermeister setzt sich für eine höhere Wertschätzung und eine bessere Bezahlung in seiner Branche ein – beides sei nötig, damit sich junge Menschen auch künftig für eine berufliche Zukunft im SHK-Handwerk entscheiden.
Auf Martin Meiers Wagen stehen drei Begriffe, die seinen Betrieb kennzeichnen: Sanitär, Heizung, Wellness. Wellness? Ja, schmunzelt der Installateur- und Heizungsbauermeister aus Neuss: „Als ich mich vor 21 Jahren selbstständig machte, war der Begriff noch nicht so bekannt wie heute. Ich bin oft auf den Einbau einer Sauna oder eines Whirlpools angesprochen worden.“ Eine vergleichsweise preiswerte, aber umso erfolgreichere Werbemaßnahme also.
Als Meier im Jahr 2000 seine Meisterprüfung ablegte, hatte er viereinhalb sehr anstrengende Jahre hinter sich. In Abendschule absolvierte er zwei Meisterlehrgänge, und zwar als Installateur und als Heizungsbauer. Am Ende stand eine Meisterprüfung, denn die Prüfungen waren zwischenzeitlich zusammengelegt worden.
„Die Lehrgangsgebühren habe ich abgestottert“, erinnert sich Meier, der mit 14 ein Praktikum in einem SHK-Betrieb machte und mit 15 die Ausbildung in einem Neusser Unternehmen begann. Heute beschäftigt er zwei Gesellen in seinem eigenen Betrieb. „Wir arbeiten vor allem für Privatkunden im Raum Neuss-Düsseldorf“, berichtet der 54-Jährige, der seit 30 Jahren mit seiner Gattin Diana verheiratet ist und einen Sohn (18) hat.