Das "Einhorn" wird schwarz: "DHoudek" zockt für Hannover

Das "Einhorn" wird schwarz : "DHoudek" zockt für Hannover

Ab sofort sieht David Houdek schwarz. Zumindest wenn es um die Farb-Wahl seines neuen Trikots geht. "Der Traum eines jeden FIFA-Spielers ist es, für einen Fußballverein zu spielen. Schließlich zocken wir auch Fußball, nur eben virtuell", strahlt David Houdek, bei den e-Sportler besser bekannt als "DHoudek", und präsentiert stolz sein neues Trikot.

Denn ab sofort lässt der Grevenbroicher seine Spieler für Hannover 96 über den Bildschirm flitzen.

Fast könnte die Hymne des Fußballvereins der Niedersachsen für den 23-Jährigen umgedichtet werden: 96, alte Liebe! Schwarz steht dir sehr viel besser als pink! "Die Zeit bei den ,Unicorns of Love' war großartig, aber bei dem Angebot von Hannover 96 konnte ich nicht ,nein' sagen", betont David Houdek.

e-Sport: Eine Richtung, die immer weiter wächst

Während es mit dem vorletzten Platz in der ersten Bundesliga für den Verein in der realen Welt eher mäßig läuft, könnte es für Houdek und die übrigen drei e-Sportler beim "Club Championship" am 16. Januar schon anders aussehen. Dabei wird der Deutsche Meister unter den e-Sportlern bei 22 teilnehmenden Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga auserkoren. "Ich trainiere so viel es geht, generell und auch unabhängig vom Verein", meint der gelernte Großhandelskaufmann, "der Druck ist aber da."

Neben "DHoudek" verpflichtete Hannover 96 noch drei andere FIFA-Spieler. Eine virtuelle Richtung, die immer weiter wächst. "Die Vereine merken, dass sich der e-Sport lohnt und sehen das Potenzial, was die visuelle Bundesliga mit sich bringt", freut sich der 23-Jährige über immer mehr Support in der Szene, "zwar wird der Bereich gerade von der älteren Generation immer noch sehr kritisch angesehen, aber gerade die jungen Leute werden durch den e-Sport angesprochen. Vor allem für Fußballvereine ist es eine gute Investition."

Die Meinung, dass es sich beim e-Sport aber auch wirklich um Sport drehe, sieht Houdek zwiegespalten: "Ich glaube es ist eher ein Denksport."

"Überall müssen Ergebnisse her"

Auch die Anzahl der Turniere sind seit dem vergangenen Jahr stetig gewachsen. Zehnmal kann Houdek international für die Niedersachsen antreten.Zumindest beim Cup des "FIFA Ultimate Team" (FUT) in Bukarest ist David Houdek schon mit von Partie. Hierbei tummeln sich dann schon die Besten der Welt, ehe beim "Champion World Cup" der Weltmeister ausgemacht wird. "Überall müssen Ergebnisse her", meint er und zeigt sich mit Hinblick auf die anstehenden Turniere etwas angespannt.

Und obwohl um Houdek soviel Trubel herrscht, bleibt er bodenständig. "Ich würde nie eigenes Geld in mein FIFA-Spiel investieren."

Dabei hoffe er, sich irgendwann einmal die brasilianische Fußball-Legende Ronaldo leisten zu können. Virtuell, im Game natürlich. Dafür muss er vorher aber noch viele, sehr viele Punkte sammeln.

Seine Spiele werden ab sofort auch auf dem Live-Streaming-Videoportal "twitch" übertragen. Unter "DHoudek_TV" wird er dabei zu finden sein.

(Kurier-Verlag)