WevelinghovenOliver Benke über Resonanzen, Man-Power und finanzielle „MaiMarkt“-Risiken Wird das die letzte Versammlung der Werbe- und Interessen-Gemeinschaft?

Wevelinghoven · Am 10. März findet die zweite außerordentliche Mitgliederversammlung der WIG Wevelinghoven statt. Ziel ist es, über die Zukunft des Vereins zu entscheiden.

Noch-Vorsitzender Oliver Benke während des „MaiMarktes“ im vergangenen Jahr. Wird es einen Nachfolger geben?

Foto: H. Wissdorf

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es leider keine konkreten Anzeichen dafür, dass sich ein neues Vorstandsteam findet. Noch-Vorsitzender Oliver Benke: „Von 37 Mitgliedern liegen bislang lediglich neun Rückmeldungen, davon fünf Zusagen zur Versammlung (zuzüglich Vorstand) vor. Insgesamt rechnen wir aktuell also nur mit rund 15 bis 17 Teilnehmern. Auch das zeigt, wie herausfordernd die Situation ist.“

Und: Es gab bislang keine Initiative oder konkrete Bereitschaft, Verantwortung im Vorstand zu übernehmen. „Auch persönliche Gespräche und Telefonate haben bisher kein anderes Bild ergeben“, resümiert Benke.

Zwei, drei externe Aussteller des „MaiMarkts“ – verständlicherweise enttäuscht über die Absage – haben ihre Unterstützung und Hilfe bei der Organisation angeboten. Benke wörtlich weiter: „Dafür sind wir dankbar. Allerdings liegt das Kernproblem nicht nur in der Organisation. Diese wäre grundsätzlich auch unsererseits noch in gewissem Rahmen leistbar.“

Gehören der „MaiMarkt“ und die WIG bald der Geschichte an? Am 10. März fällt die Entscheidung.

Foto: Benke/(c) Oliver Benke - +49 (0)171 19

Die zentrale Herausforderung seien aber zum einen die benötigte „Manpower“ kurz vor und während der Durchführung des „MaiMarkts“ und vor allem die „finanziellen Rahmenbedingungen“.

Eine Veranstaltung wie der „MaiMarkt“ müsse wirtschaftlich tragfähig sein. Dafür braucht es als erstes ausreichend Aussteller. Die Messlatte liegt hier bei mindestens 100 Teilnehmer. „Die Krux ist, dass wir nie sichergehen können, diese auch zu erreichen und somit Jahr für Jahr bis kurz vor dem ,MaiMarkt’ hoffen und bangen. Trotz eingeführten Frühbucherrabatt meldet sich der Großteil erst sehr spät an. Dazu kommt, dass viele auch nicht mehr bereit sind, die unsererseits stetig steigenden Kosten und Ausgaben mitzutragen.“

Teilweise sei dies verständlich, „weil im Gegensatz dazu, die Kauf- und Ausgabebereitschaft der Besucher wohl von Jahr zu Jahr rückläufig ist“.

So brauche es entsprechende Sponsoren und/oder engagierte Unternehmer aus dem Ort mit klarer finanzieller Basis. Ohne diese Grundlage sei eine Durchführung in der heutigen Zeit nicht mehr verantwortbar. „Die WIG ist ein Verein, kein Unternehmen. Wir können mögliche Verluste nicht einfach so auffangen und anderweitig gegenrechnen, sondern haften dann mit unserem Privatvermögen“, betont der scheidende Vorsitzende.

Dass die WIG hier nicht alleine stehen, zeigten auch Absagen bis dato namhafter Veranstaltungen aus Nachbarstädten.

(-ekG.)