Referent des Tages war der Bauassessor und Stadtplaner Diplom-Ingenieur Jürgen Kemmerling.
Das Seminar bot einen umfassenden Überblick über zentrale Bereiche des Städtebaurechts. Behandelt wurden unter anderem: Grundlagen der Bauleitplanung und ihre Einordnung in die staatliche Gesamtplanung; das formelle Verfahren von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen; vereinfachte und beschleunigte Verfahren sowie städtebauliche Verträge; Sicherungsinstrumente wie Veränderungssperren und Vorkaufsrechte; praxisrelevante Aspekte des Bauordnungsrechts nach der Bauordnung NRW (BauO NRW); die Zulässigkeit von Vorhaben nach Baugesetzbuch (BauGB), einschließlich Ausnahmen; Befreiungen und dem „Bauturbo“ nach § 246e BauGB; ein Ausblick auf die geplante BauGB‑Novelle 2026.
Die Teilnehmer erhielten damit einen fundierten Einblick in die rechtlichen Rahmenbedingungen, die kommunale Entscheidungen im Bereich Bauen und Stadtentwicklung maßgeblich prägen.
Hohe Relevanz für die kommunalpolitische Arbeit: Die KPV-Kreisvorsitzenden Andreas Focke (KPV Krefeld) und Prof. Dr. Sven‑Joachim Otto (KPV Rhein‑Kreis) zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz. Beide betonten die Bedeutung des Themas für die tägliche Arbeit in Räten, Ausschüssen – insbesondere angesichts steigender Anforderungen an Wohnungsbau, Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung.
Austausch und Vernetzung im Mittelpunkt: Neben den fachlichen Inhalten bot das Seminar zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch. Ein gemeinsames Frühstück, eine Mittagssuppe sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag schufen einen angenehmen Rahmen für Gespräche und Vernetzung.