Zur Zukunft der Stadtbetriebe Bürgermeister Krützen: „Prügel bekommt am Ende immer die Stadt“

Grevenbroich · Es gehe ihm um eine Organisationsänderung, nicht darum Kosten einzusparen. „Der Begriff Wirtschaftsplan ist irreführend. Die Ausgaben sind nicht gedeckt und die Stadt muss am Ende einen Ausgleich herbeiführen“, stellt Bürgermeister Klaus Krützen die Dinge mit Blick auf die Rückführung der Stadtbetriebe in die Gesamtverwaltung klar.

Diese Panne beim „Hundertjährigen“ des Münchrather Traditionshüters nimmt Bürgermeister Klaus Krützen als Paradebeispiel für das, was in der aktuellen Situation schieflaufe: Die Tribüne für die zahlreichen Königspaare aus dem gesamten Stadtgebiet sei von den Stadtbetrieben vergessen worden. „Schuld war aber am Ende die Stadt“, moniert der Rathaus-Chef.

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Krützen ist sich mit der Ratsmehrheit des „Dialog-Bündnis“ (DB) einig, dass aus den Stadtbetrieben wieder ein Dezernat im Rathaus werden soll. „Es geht um Steuerung“, betont der Bürgermeister im Interview mit dem Erft-Kurier. Zwei Gebilde nebeneinander würden für einen erhöhten Orga-Aufwand und für Reibungsverluste sorgen.

„Was genau bei den Stadtbetrieben läuft, ist auch einem Bürgermeister nicht klar“, seufzt er. Zudem habe er „keine direkte Einflussmöglichkeit“. Aber: „Prügel bekommt am Ende immer die Stadt.“

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Wenn die Rückumwandlung erfolgt sei, dann haben er und der Rat „wieder die komplette Kontrollmöglichkeit“, verspricht der Rathaus-Chef.

Bürgermeister Klaus Krützen lobt ...

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Die Befürchtung der CDU, dass es nicht zu einer Kostenreduzierung, sondern zu einer -steigerung kommen werde, weist Krützen von sich. Die unter seiner Führung dauerhafte Einsparung von 3,5 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt spreche eine deutliche Sprache.

... Monika Stirken-Hohmann in den höchsten Tönen.

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Die andere Befürchtung der CDU, im „städtischen Wirrwarr“ sollten Fehler versteckt werden, weist Krützen noch entschiedener zurück. Das wertet er nämlich als „Affront gegen meine Mitarbeiter“.

Will Markus Schumacher ihr nachfolgen?

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Die der Stadtbetriebe werden allesamt in die allgemeine Verwaltung zurückgeführt. „Die haben einen Bestandsschutz. Da werden wird auch jetzt zu stehen“, so Krützen. Allerdings: „Die Eingruppierung kann sich ändern. Aber das sind nicht so viele Fälle.“ Allerdings gebe es ein „Gefälle zur Kernverwaltung“, das beseitigt werden müsse.

Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter der Stadtbetriebe seien bessergestellt als die der direkten Kernverwaltung.

Unterstützung findet Klaus Krützen unter anderem von der FDP: „Durch die Rückführung der Stadtbetriebe in die Kernverwaltung ergibt sich eine bessere strategische Steuerung und effizientere Struktur, da erforderliche Strukturen (zentrale Dienste) nicht doppelt vorgehalten werden müssen. Dadurch können Synergieeffekte generiert werden.“ Ein Beispiel wäre hier die zentrale Bußgeldstelle, die nicht auf Kernverwaltung und Stadtbetriebe aufgespalten werden müsse. „Eine direkte Anbindung an die Verwaltungsführung ermöglicht eine einheitliche Ausrichtung aller infrastrukturellen Aufgaben im Sinne der gesamtstädtischen Entwicklungsziele und damit der Daseinsvorsorge für die Menschen in unserer Stadt“, schreibt FDP-Fraktions-Chef Markus Schumacher, dem Ambitionen nachgesagt werden, das neu zu bildende Dezernat zu übernehmen.

Die Erft-Kurier-Frage „Und wann werden Sie Ihren Hut für dieses Dezernat in den Ring werfen?“ beantwortete Schumacher übrigens genervt: „Das Ausschreibungsverfahren zur Besetzung der vakanten Stelle läuft derzeit. An Personalspekulationen beteilige ich mich nach wie vor nicht.“ Klaus Krützen bestätigte, dass schon einige Bewerbungen eingegangen seien. Und er betonte: „Ein Dezernent muss keine Fräse reparieren können, sondern muss eine Verwaltung vorantreiben können“. Es gehe um Qualitäten im sogenannten „Mikromanagement“.

Die muss Stadtbetriebe-Noch-Chefin Monika Stirken-Hohmann gehabt haben. „Ich bin ihr sehr dankbar, dass viele Dinge auf den Weg gebracht wurden, die lange liegen geblieben waren“, formulierte der Bürgermeister im Gespräch mit der Redaktion.

Inzwischen ist die Stellenausschreibung abgeschlossen, die Bewerbungen werden im Rathaus bewertet. Auch wenn es niemand offen bestätigt, nicken alle bei der Frage nach Dackel-Liebhaber Markus Schumacher ...