Der Termin des Richtfestes hatte verschoben werden müssen, deshalb war der Zimmermann, der für das Dach verantwortlich war, längst wieder in seine bayrische Heimat zurückgekehrt. „Wir hätten ihn einfliegen müssen. Und das hätte zu viel Geld gekostet“, so der Rathaus-Chef entschlossen gegenüber der Redaktion des Erft-Kurier.
So wurde die traditionelle Zeremonie etwas anders, als gewohnt: Bürgermeister Klaus Krützen nutzte die freie Bühne, um Rat, Verwaltung und sich zu loben, die allesamt „viel in Bildung und Sport“ investieren würden. „Wir schaffen nicht nur Gebäude, sondern Orte, wo sich Zukunft entwickeln kann“, betonte er. Und wiederholte an anderer Stelle: „Wir bauen an den Chancen unserer Kinder und Jugendlichen. Und an der Zukunft der Stadt Grevenbroich.“
Ganz ausdrücklich lobte Bürgermeister Klaus Krützen Monika Stirken-Hohmann und die Stadtbetriebe, die ja nach dem Willen des regierenden „Dialog-Bündnis“ (DB) aufgelöst und zurück in die Verwaltung geführt werden sollen.
Krützen stellte fest: „Die Stadtbetriebe haben viel, sehr viel zu leisten“. Und die Ergebnisse seien „aller Ehren wert“.
Richtkranz und der Richtspruch sollen Segen, Glück und Schutz vor Unheil (wie Feuer oder Blitzschlag) bringen. Diesmal war es ein eher symbolisches Kränzchen und wie gesagt ein Sektglas (das Krützen aus eigener Tasche bezahlen will, wie er griemelnd anmerkte).
Der jetzt im Rohbau fertiggestellte und entsprechend gewürdigte Neubau umfasst eine Dreifachturnhalle mit Umkleiden und Nebenräumen sowie eine Mensa mit Bühne, die (dank entsprechender Lüftungsanlagen, so der Hinweis des Bürgermeisters) künftig auch für Veranstaltungen genutzt werden kann.
Auch der zweite Neubau mit zusätzlichen Unterrichts- und Fachräumen sowie den neuen Verwaltungsräumen schreitet zügig voran. Dort soll der Rohbau im September 2026 abgeschlossen werden. Die Arbeiten am Gesamtprojekt liegen derzeit im Zeit- und Kostenrahmen.
Der Planungsbeginn für das Großprojekt war im Herbst 2023. Der Baubeginn für Turnhalle und Mensa erfolgte im Oktober 2025. Im März 2026 wurden die Zimmermannsarbeiten ausgeführt, aktuell laufen die Dach- und Fassadenarbeiten. Im Juli 2026 soll der Einbau der Fensterelemente beginnen, anschließend folgt der Innenausbau.
Für die Neu- und Umbauarbeiten einschließlich der Außenanlagen und einer neuen Buswendeschleife ist im städtischen Haushalt ein Gesamtbudget von rund 40 Millionen Euro vorgesehen.
Die beiden Neubauten, der kleinere Bestandsbau sowie die neue Außenerschließung sollen planmäßig zum Schuljahresbeginn 2027/2028 im August 2027 fertiggestellt sein.
Anschließend folgt die Sanierung des zweiten Bestandsgebäudes, das dann zum Schuljahresbeginn 2028/2029 abgeschlossen werden soll. Die restlichen Außenanlagen werden voraussichtlich bis Ende 2028 fertiggestellt.
Die neue Dreifachturnhalle wird außerhalb der Schulzeiten auch den örtlichen Vereinen zur Verfügung stehen.
Die künftige Mensa bietet 220 Sitzplätze und wird die Schüler künftig im Mehrschichtbetrieb versorgen.