„Waidmannsheil“: Im Jahre 1936 wurde der Bürger-Schützen-Verein Kapellen gegründet. Um bereits zum ersten Schützenfest ein ansehnliches Regiment zu bekommen, waren die ortsansässigen Vereine aufgerufen, einen Schützenzug zu stellen. Aus der Freiwilligen Feuerwehr entstand so der Jägerzug „Waidmannsheil“.
Bereits früh formte sich eine Gemeinschaft, die immer da war, wenn Sie gebraucht wurde. Schon in frühen Jahren wurde eine Fackel gebaut.
Stets verstand man es, innerhalb der Zuggemeinschaft zu feiern, sich in geselliger Runde zu treffen und das Leben zu leben. Aus den Reihen des Zuges stellte man zwei Schützenkönige, einen Jägermajor und drei Regimentschefs.
Seit dem Schützenfest 2018 präsentiert sich der Zug wieder in den traditionellen „Waffenröcken“. Zum Geburtstag feiert der Zug gemeinsam mit alten und neuen Zugkameraden und seinen Freunden und Familien.
Die Regiments-Fahnen-Kompanie: Seit der Gründung im Jahr 1936 haben viele Kameraden die Kompanie geprägt und weiterentwickelt. Über neun Jahrzehnte hinweg blieb die Verbundenheit zu Tradition, Vereinsleben und Fahnenwesen stets ein fester Bestandteil ihrer Formation.
In den vergangenen Jahren hat die Kompanie einen deutlichen Generationswechsel erlebt. Mit dem Eintritt der Schützen Robin Knoben und Sebastian Englisch im Jahr 2016 begann eine neue Epoche der Verjüngung.
Die Zugführung liegt in den Händen von Dr. Roland Knoben, der als Hauptmann die Regiments-Fahnen-Kompanie leitet. Mit großem Engagement, Kameradschaftssinn und klarer Struktur gestaltet er das Zugleben und verbindet traditionelle Werte mit moderner Ausrichtung.
Ein besonderes Highlight erwartet die Regimentsfahne im Jubiläumsjahr: Zum Schützenfest-Sonntag wird die Kompanie mit der alten Regimentsfahne über die Straße marschieren: Ein würdiger und historischer Moment, der die Verbundenheit zur langen Geschichte des Zuges sichtbar macht. Darüber hinaus kann sie ein weiteres Jubiläum feiern: Die Weihe der „neuen Regimentsfahne“ jährt sich 2026 zum 40. Mal.
Die Grenadierfahnenkompanie: Die Geschichte der Grenadierfahnenkompanie beginnt, als der Bürger-Schützen-Verein gegründet wurde. Mit dem Grenadierkorps entstand auch die Idee einer eigenen Fahne – ein Zeichen der Würde und des Stolzes. Doch eine Fahne will nicht nur angeschafft, sondern getragen, behütet und gepflegt werden. So wurde die Grenadierfahnenkompanie ins Leben gerufen.
Die Finanzierung der ersten Fahne erfolgte durch Mitglieder des Grenadierzuges „Gemütlichkeit“, dem die Kompanie zunächst angeschlossen war.
Ab Mitte der 1970er Jahre begann eine Zeit des Aufschwungs. Die Kompanie entwickelte ein aktives Vereinsleben: Zugschießen, Ausflüge, Kegelabende und Zugfeste wurden zur Tradition. Ein eigenes Wappen, Uniformen, eine Schwenkfahne und das Zugkönigssilber kamen hinzu. Die Grenadierfahnenkompanie war nicht mehr nur eine Formation für das Schützenfest, sondern eine lebendige Gemeinschaft. Und manchmal schrieb sie Geschichte, denn bereits drei Mal stellte sie den Schützenkönig.
Der Chronist merkt an: „Neun Jahrzehnte sind eine lange Zeit. Sie erzählen von Menschen, die Verantwortung übernommen haben, von Festen, die das Dorf zusammengebracht haben, und von einer Fahne, die mehr ist als Stoff und Farbe – sie ist ein Stück Heimat. Die Grenadierfahnenkompanie Kapellen steht für Tradition und Gemeinschaft. Möge sie auch in Zukunft Menschen finden, die bereit sind, diese Geschichte weiterzuschreiben.“
Da freut man sich doch schon auf das Hundertjährige.