Es geht tief zurück in die Geschichte Warum „Orki“ noch heute über den „Orkener Park“ wacht!

Orken · Vor zehn Jahren bekam der „Orkener Park“ ein besonderes Wahrzeichen: den lächelnden Frosch „Orki“. Seit seiner Einweihung erinnert das Denkmal nicht nur an die Naturgeschichte von Orken, sondern auch an die Satzung der Bürgeraktion Orkener Park, „Natur und Kultur zu erhalten, zu pflegen und zu fördern“.

Frosch „Orki“ mit dem „Doppeldecker-Klangexpress“ der Kreis-Jugendmusikschule im Hintergrund.

Foto: Coenen

Am 20. Juni wird dieses Jubiläum musikalisch gefeiert: Unter dem Motto „Doppeldecker-Klangexpress“ bringt die Musikschule im Rhein-Kreis Neuss Musik in den Orkener Park. Beginn ist um 16 Uhr; für Getränke und Verpflegung ist gesorgt.

Die Idee, der Geschichte des Parks ein Denkmal zu setzen, wurde vor zehn Jahren mit dem Froschdenkmal umgesetzt. War doch die Siedlungsbebauung ein schwerer Eingriff in die Natur. Man kann sich kaum noch vorstellen, dass das Gebiet früher Sumpfgelände war und damit die Heimat der „Krader“ (= Kröten) und „Hüppdekrader“ (= Frösche).

Als die Siedler einzogen, irrten die Tiere in ihrem vormals angestammten Laichgebiet herum und fanden sich in Gärten und Kellern wieder. Schnell erhielten die Siedler die Bezeichnung: „De Lück vom Hüppdekrader-Eng“.

Der Park ist ein Ort mit wechselhafter Geschichte: Zunächst Spielfläche der Neubausiedlung, später Kirmes- und Zirkusplatz, im Krieg Standort eines Bunkers und nach 1945 fanden Flüchtlinge und Vertriebene eine Unterkunft in Baracken.

Erst nach dem Abbau der Baracken entstand der heutige Park, der dann wieder gefährdet war, als die Stadt die Fläche zur Sanierung der Finanzen als Bauland verkaufen wollte. Zum Glück siegte letztlich die Einsicht, diesen kleinen Park als Rückzugsort für die Bürger und als ökologischen Trittstein für Pflanzen und Tiere zu erhalten.

Zum zehnten Jahrestag ist „Orki“ mehr als ein Denkmal. Er ist ein Symbol für Erinnerung, Nachbarschaft und Verantwortung – und am 20. Juni Mittelpunkt eines musikalischen Festes im Grünen.

(-ekG.)