Informationsveranstaltung zur kommunalen Entwicklungspolitik „Kommunen bewegen die Welt“

Grevenbroich · Zur Informationsveranstaltung „NRW-Kommunen bewegen die Welt“ kamen rund 50 Vertreter aus dem ganzen Land nach Grevenbroich. Organisiert wurde sie vom Rhein-Kreis gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Staatskanzlei und den kommunalen Spitzenverbänden.

Heike Dongowski (Entwicklungspolitische Referentin in der Staatskanzlei), Thiago Zakrzewski (Rhein-Kreis), Landrätin Katharina Reinhold, Sascha Vogt (Unterabteilungsleiter Zivilgesellschaft, Kirchen, Länder und Kommunen, BMZ), Yeliz Bercht (Referatsleitern Länder und Kommune, BMZ).

Foto: RKN.

Ziel der Veranstaltung war es, neugewählten Mandatsträgern die kommunale Entwicklungspolitik näherzubringen und konkrete Möglichkeiten für ein eigenes Engagement aufzuzeigen.

In ihrem Impuls hob Landrätin Katharina Reinhold den hohen Stellenwert von entwicklungspolitischem Engagement auf kommunaler Ebene hervor: „Entwicklungspolitik ist keine Zusatzaufgabe, sondern Teil einer modernen und zukunftsorientierten Kommunalpolitik. Sie verbindet Nachhaltigkeit mit Wirtschaftsentwicklung, Resilienz mit Zukunftsgestaltung sowie Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte sie und fügte hinzu: „Kommunale Entwicklungspolitik ist letztlich eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.“

Thiago de Carvalho Zakrzewski, Nachhaltigkeitsbeauftragter des Rhein-Kreises, sowie Sascha Vogt, Unterabteilungsleiter für Zivilgesellschaft, Kirchen, Länder und Kommunen im BMZ, und Nora Müller, Abteilungsleiterin für Europa und Internationale Angelegenheiten in der Staatskanzlei, richteten Grußworte an die Gäste, bevor Johann Saathoff, der Parlamentarische Staatssekretär im BMZ, sich per Videobotschaft zu Wort meldete.

Die Teilnehmer informierten sich über praxisnahe Beispiele: Thiago de Carvalho Zakrzewski präsentierte die Solidaritätspartnerschaft des Rhein-Kreises mit der ukrainischen Stadt Pawlohrad. Lieselotte Heinz, Nachhaltigkeitsmanagerin der Stadt Dormagen, berichtete über Aktivitäten im Bereich „Fairer Handel“ und „Faire Beschaffung“. Mario Hecker, Bürgermeister der Gemeinde Kalletal, stellte die kommunale Nachhaltigkeitsstrategie seiner Gemeinde vor.

Einen Überblick über Fördermöglichkeiten gab Oliver Schick von der Servicestelle „Kommunen in der Einen Welt“. Er zeigte auf, wie auch niedrigschwellig ein Einstieg in die entwicklungspolitische Arbeit gelingen kann.

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit, sich an Infoständen vertiefend über Förderprogramme und Unterstützungsangebote zu informieren.

Der Rhein-Kreis engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der kommunalen Entwicklungspolitik: Seit 2010 ist er der erste „Fairtrade-Kreis“ Deutschlands, zudem hat er die „Agenda-2030-Musterresolution“ unterzeichnet und pflegt entwicklungspolitische Partnerschaften, unter anderem mit der Gemeinde Campohermoso in Kolumbien sowie der Stadt Pawlohrad in der Ukraine.

Aktuell erarbeitet der Kreis zudem eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie, die sich unter anderem an den 17 Nachhaltigkeitszielen der „Agenda 2030“ orientiert.

(-ekG.)