Kreisverwaltung baut virtuelles Bürgerbüro aus Anklopfen via Internet

Grevenbroich · Der Rhein-Kreis bietet mit seinem virtuellen Bürgerbüro seit September eine innovative digitale Dienstleistung an. Sie ermöglicht, dass Behördengänge mittels einer personalisierten Videokonferenz virtuell in ausgewählten Fachbereichen bequem von zu Hause aus oder mobil erledigt werden können. „Dieses Angebot wird nun um weitere Fachbereiche ergänzt“, berichtet IT-Dezernent Vieten, nach dessen Vorstellung es in Zukunft nur noch selten erforderlich sein soll, die Kreisverwaltung persönlich aufsuchen zu müssen.

 Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (Mitte), IT-Kreisdezernent Harald Vieten (rechts) und Markus Brungs, Geschäftsführer der ACP Köln, die die technischen Voraussetzungen für das neue Bürgerbüro geschaffen hatte, beim Start des virtuellen Bürgerbüros im September 2021.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke (Mitte), IT-Kreisdezernent Harald Vieten (rechts) und Markus Brungs, Geschäftsführer der ACP Köln, die die technischen Voraussetzungen für das neue Bürgerbüro geschaffen hatte, beim Start des virtuellen Bürgerbüros im September 2021.

Foto: RKN./Staniek

Das Kreis-Gesundheitsamt bietet jetzt neu wöchentlich virtuelle Sprechstunden zur HIV-, Schwangerschaftskonflikt- und Prostituiertenberatung an; die Ausländerbehörde nutzt das virtuelle Bürgerbüro für die Beratung zur Einbürgerung. 

Bereits bestehende Angebote gibt es in der Pflegeberatung und im Kommunalen Integrationszentrum des Kreissozialamtes, in der Elterngeldstelle des Kreisjugendamtes, für den Wohnberechtigungsschein in der Wohnungsbauförderung und in der Kreis-Wirtschaftsförderung.

„Wir arbeiten im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie konsequent am Ausbau unserer digitaler Serviceleistungen“, so Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, der in Angeboten wie dem virtuellen Bürgerbüro neben der Kontaktreduzierung in der aktuellen Corona-Lage vor allem dauerhafte Vorteile sieht: von effizienter Ressourcen-Nutzung über den Klimaschutz bis zur Entlastung der Bürger sowie der Unternehmen.

Für die Nutzung des virtuellen Bürgerbüros wird lediglich ein Laptop oder ein PC mit Webcam und Mikrofon, ein Tablet oder ein Smartphone mit Internetverbindung benötigt. Der jeweilige Termin kommt ohne vorherige Abstimmung über Telefon oder Mail zustande, auch das Versenden von Zugangsdaten entfällt. Vielmehr „klopft“ der Besucher einfach an die Tür des virtuellen Büros und wird dann vom Personal des entsprechenden Fachbereichs eingelassen. Auch weitere Teilnehmer wie Dolmetscher können zum Beratungsgespräch hinzugeholt werden. Außerdem können feste Gesprächstermine online reserviert werden.

 Über die Startseite des Rhein-Kreises Neuss im Internet unter www.rhein-kreis-neuss.de finden Interessierte eine Übersicht über die im virtuellen Bürgerbüro angebotenen Dienstleistungen. Außerdem ist dort zu sehen, ob ein Büro aktuell geöffnet hat oder ob sich der zuständige Ansprechpartner gerade in einem Termin befindet. Sobald ein bestimmter Bereich ausgewählt ist, kann man sich in einen virtuellen Wartebereich einwählen.

 Für ihr virtuelles Bürgerbüro nutzt die Kreisverwaltung das System „Cisco Webex-Meeting“ als Kommunikationsplattform. Dabei werden die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung und höchste Sicherheitsbestimmungen erfüllt; außerdem wird Werbung weder eingeblendet noch zugesendet.

(-ekG.)
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