„Kunst:Schau!Fenster.“ Wenn die Kunst direkt zu den Menschen kommt ..!

Grevenbroich · Ulrike Oberbach, Thomas Geuer und Ursula Gabler (die „Macher“ hinter den „Kunst:Schau!Fenster.“-Aktionen) müssen erst noch mal nachzählen: In diesem Jahr wird in der Tat bereits zum fünften Mal Kunst aus Grevenbroich mitten unter die Menschen, in die Geschäfte der Innenstadt gebracht.

Ursula Gabler, Ulrike Oberbach und Thomas Geuer haben die 40 Künstler ausgewählt und in den Geschäften platziert.

Foto: KV./Gerhard P. Müller

Denn es ist das große Ziel, wie es Galerist Geuer betont: Kunst solle nicht in Galerien und Museen zu sehen sein, sondern solle sich auch „im Alltäglichen“ wiederfinden. Den Menschen begegnen.

Und das Interesse sei auf allen Seiten groß: Bei den Bürgern, die gerne mit auf den „Art-Walk“ kommen würden. Bei den Geschäftsleuten, die die zusätzliche Frequenz zu schätzen wüssten. Und bei Künstlern, die sich Jahr für Jahr um eine Teilnahme bewerben würden.

Es kämen nicht jedes Jahr die gleichen Kunstschaffenden, aber immer ausreichend viele, damit die Organisatoren auswählen und ein Gesamtbild komponieren können, wie Ulrike Oberbach stolz betonte.

Bei der Auswahl gehe es auch um Qualität, aber mehr darum, dass sich nicht jedes Bild für jede Location eignen würde. Außerdem sollte auch in den Techniken Vielfalt geboten werden – und nicht nur durchgängig Aquarelle beispielsweise. So gibt es heuer erstmals eine Bronze-Skulptur.

„Wir sitzen dann schon einen Abend zusammen und sehen uns die Kunstwerke an“, plaudert Ulrike Oberbach aus dem Nähkästchen. In diesem Jahr haben es 40 Künstler auf den Flyer geschafft. „Rund 25 Prozent der Bewerbungen mussten wir ablehnen. Oder aufs nächste Jahr vertrösten“, resümierte Geuer.

Mit dabei ist unter anderem Janne Gronen, die Kunst erstmals „nach draußen“ bringt. Sie wird nämlich in der evangelischen Kirche am Hartmannsweg ein großes Banner anbringen, das Thomas Geuer als „fundamental in ihrer Kunstrichtung“ beschreibt. Es solle das Gebäude verschönern, zugleich aber zum Nachdenken anregen.

Auch die katholische Kirche „St. Peter und Paul“ beteiligt sich wieder. Dort wird Franz-Anton Lenze Werke zeigen.

Im „Familienbüro“ an der Breite Straße werden ebenfalls Kunstwerke zu sehen sein; die stammen von Aktiven der Jugend-Kunst-Schule, die natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen durften.

Im Plan stehen heuer drei „Art-Walks“ (vom Synagogenplatz bis zur Bahnstraße), bei denen es Erläuterungen aus erster Hand zu den Künstlern und ihren Techniken gibt. Diese gehen am 4. Juli (15 Uhr), 15. Juli (18 Uhr) und 25. Juli (16 Uhr). Dort kann auch in Sachen Publikumspreis abgestimmt werden. Die „Kunst-Schau-Fenster“ werden vom 28. Juni bis zum 31. Juli geplant. In der „Galerie Geuer“ gibt es eine Gesamtschau aller Künstler.