Leider hatte sich jedoch ein Fehler nach dem kleinen Service von zu Hause bis Hockenheim eingeschlichen. Damit war das Rennen ein Satz mit X. „Da nur noch zwei Wochen bis zum Highlight der Saison, dem zweiten Rennen der DHLM im Rahmen des 24h-Rennens am Nürburgring, waren, haben wir am Montag danach direkt angefangen, den Fehler zu suchen. Danke hier nochmal an meinen langjährigen Freund und Schrauber Leon Michel, der jede Sekunde seiner Freizeit geopfert hat“, erzählt Tim Verhoeven.
Endlich angekommen im Fahrerlager der „Grünen Hölle“, wurde alles aufgebaut, die Abnahme erledigt und alles für das Training vorbereitet. „Wir teilen uns das Fahrerlager mit den Teilnehmern des 24h-Rennens“, erklärt der Hobby-Rennfahrer, „aufgrund des Starts vom Formel-1-Fahrer Max Verstappen platzte das Fahrerlager aus allen Nähten. So viele Zuschauer hat das 24h-Rennen noch nicht gesehen. Mit 352.000 Zuschauern war es restlos ausverkauft und am Fernsehgerät von zu Hause oder unterwegs waren ebenfalls knapp 300.000 Zuschauer dabei.“
Mit gut 170 Autos ging es dann auf die „schönste Strecke der Welt“. Leider fühlte sich das Auto immer noch nicht gut an, berichtet Verhoeven, der besagte Fehler war immer noch da: „Jeder von uns ist eine Runde gefahren und am Ende waren wir auf Platz 7 von 17 in der Klasse. Mit der Leistung war das schon in Ordnung.“ Nach dem Training hat das Team alles auf den Kopf gestellt – Kompression gemessen, Ventilspiel geprüft, Spritdüsen getauscht –, doch im Rennen, Freitag gegen 16 Uhr war der Start, war der Fehler immer noch da.
Bei trocknem Wetter ging es, trotz fehlender Leistung, in das dreistündige Rennen. Am Start konnte Verhoeven einige Plätze gut machen. Leider fuhren die Konkurrenten dann auf der Geraden wieder an ihm vorbei. „In den Kurven und bergab war das Auto super, nur bergauf und auf der Geraden konnte ich Blumen pflücken und die schöne Eifel beobachten. Aber die Devise war alles Geben und schauen was rauskommt.“ Die Zeiten waren unter den Umständen sehr gut und das Team konnte in der Klasse nach vorne kommen.
Der Plan war, zur Mitte des Rennens reinzukommen, und – so wie immer in der Eifel – drehte sich das Wetter genau: Auf der Nordschleife war überall Regen. Beim Boxenstopp wurde auf Regenreifen gewechselt und das war am Ende die beste Entscheidung: „Ich übergab das Lenkrad an Bojan Ferk, der diese Bedingungen durch seine jahrzehntelange Erfahrung auf der Nordschleife sehr gut kannte. Die Zeiten wurden immer besser und die Platzierung auch.“ Als es in die letzte Runde ging, schaute das Team in der Box mit Verwunderung auf das Ergebnis: Platz 4 von 15 und nach hinten viel Vorsprung. „Mit Spannung standen wir an der Boxenmauer und da kam ,Freddy‘ und zack... da ist das Ding. Mit Platz 4 in der Klasse waren wir mega mega zufrieden“, freut sich Tim Verhoeven.
Einen großen Dank richtet der Hobby-Rennfahrer an meine Frau Julia Reinders-Verhoeven, die das Ganze mitmacht und ihn mit den Söhnen Tom und Tobi unterstützt. „Des Weiteren bedanken möchte ich mich bei Leon Michel, Florian Dutzmann und Bojan Ferk.“ Das nächste Highlight steht schon vor der Tür mit dem Nürburgring Classic. Diese Veranstaltung steht für historischen Motorsport und zieht die Zuschauer magnetisch an.