So argumentiert die SPD für die neue Baumschutzsatzung Für jeden Meter ein neuer Baum

Grevenbroich · Die neue Baumschutzsatzung ist unter der Parteien stark umstritten. Dennoch hat die Regierungs-Kooperative (SPD, „Grüne“ und „Mein GV“) diese gegen die Opposition (CDU, UWG und FDP) durchgedrückt. Hier die Pro-Argumente der Sozialdemokraten.

Alte Bäume, wie dieser Linde, können gegen den Klimawandel helfen.

Alte Bäume, wie dieser Linde, können gegen den Klimawandel helfen.

Foto: Kurier Verlag/Julia Schäfer

Stephan Grevel, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Grevenbroich: „Wir begrüßen die Überarbeitung der Baumschutzsatzung sehr. Bäume leisten einen zweifachen Beitrag: Sie helfen CO²-Emissionen zu senken und so das Klima zu schützen. Gleichzeitig sind sie eine wichtige Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel. Sie tragen zu einem guten Mikroklima bei, filtern Schadstoffe aus der Luft und taugen als Wasserspeicher und Windschutz. Insbesondere alte und große Bäume sind besonders wichtig. Diese werden mit der Satzung geschützt."

Konkret würden nun Bäume ab einem Stammumfang von 80 cm (vorher 120 Zentimeter) geschützt.

Zudem war bisher zur Ersatzpflanzung immer nur ein Baum vorgesehen. Die überarbeitete Version schreibt nun vor, dass ab einem Umfang von 120 cm für jeden weiteren Meter ein zusätzlicher Baum als Ersatz gepflanzt werden muss.

 Stephan Grevel verteidigt die neue Baumschutzsatzung.

Stephan Grevel verteidigt die neue Baumschutzsatzung.

Foto: JuSo

Des Weiteren sind Nadelbäume in der neuen Baumschutzsatzung nicht mehr ausgenommen.

„Zurecht hat die CDU darauf hingewiesen, dass Nadelbäume weniger CO² speichern als Laubbäume. Ihr Effekt für den Klimaschutz ist also geringer“, erklärt Grevel hierzu. „Jedoch zählt jeder Baum für den Klimaschutz! Auch Nadelbäume ziehen CO² aus der Atmosphäre. Alle Bäume haben auch positive Auswirkungen auf das Mikroklima bei uns in der Stadt. Zudem ergänzen sich Nadelbäume und Laubbäume insbesondere bei der Filterung von anderen Schadstoffen aus der Luft. So werden beispielsweise Feinstaub und kleine organische Partikel besser von Nadelbäumen aufgefangen als von Laubbäumen. Zudem lässt sich abschließend feststellen, dass es nicht absolut verboten ist Nadelbäume zu entfernen. Aber wer Bäume fällt, muss auch für Ersatz sorgen!"

Nichts sagt er in seiner Presse-Erklärung zu den erweiterten Eingriffsmöglichkeiten für Stadt und Stadtbetriebe in den privaten Gärten.

(-ekG.)
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