Die ist nagelneu, kostete 70.000 Euro und wurde zu 90 Prozent bezuschusst. 132 Module (à 450 Watt) mussten installiert werden, um eine Leistung von 60 Kilowatt-Peak (kWp) zu erreichen.
Diese Größe fußt dabei auf Statik und auf Bürokratie. Mehr Module wären aus beiden Gründen nicht möglich gewesen, so Torsten Speck, Bereichsleiter der Stadtbetriebe.
Dabei mussten die Module mit einem besonderen Befestigungssystem gesichert werden. Das Blechdach mit immer wiederkehrenden Winkelbändern machte dies erforderlich. Mehr Photovoltaik-Flächen wären statisch nicht drin gewesen, unterstreicht auch Monika Stirken-Hohmann, Vorständin der Stadtbetriebe.
Zu den Spielregeln gehört aber auch, dass je Gebäudeeinheit (meist erkennbar an der Hausnummer) maximal 99 Kilowatt-Peak eingespielt werden dürfen. Ansonsten müsste Strom ins Netz eingespeist werden, was „Handel“ wäre, der betriebswirtschaftlich und steuertechnisch abgehandelt werden müsse. Im Falle der Kollwitz-Schule sollen die noch offenen 39 kWp vom Dach der Turnhalle kommen, deren Sanierung auch schon geplant, beantragt und genehmigt sei.
Interessanterweise hat der Bauteil „B“ der Schule eine eigene Hausnummer, sodass dort mit dem Neubau der Werkräume eine zusätzliche 30-kWp-Anlage installiert werden soll.
Für beide Anlagen ist keine Speichertechnik (wie sie bei den weiteren Projekten KiTa Kapellen, Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule sowohl an Park- als auch an Hans-Sachs-Straße und „Dritte Gesamtschule“ in Wevelinghoven vorgesehen ist) eingeplant. Zum Zeitpunkt der Antragstellung war dieses Konzept nämlich noch gar nicht vorgesehen.
Die Idee ist dabei klar: Die Südstadt-Schule soll stromtechnisch „Selbstversorger“ (autark) sein. Wenn die Sonne scheint jedenfalls ... Dabei hilft es natürlich, dass eine Schule im Normalfall nachts kaum Elektrizität braucht.
Schade ist nur, dass in den Sommermonaten (wenn mit dem meisten Sonnenschein auf den Sammelflächen der Photovoltaikanlagen zu rechnen ist) die Schule für sechs Ferienwochen geschlossen bleibt.
Ansonsten leistet die Maßnahme aber „einen Beitrag zur Reduzierung von CO²-Emissionen und unterstützt die Klimaschutzziele der Stadt“.