1. Grevenbroich

Sportplatzgebäude des SC Kapellen

Umbau auf dem Kapellener Sportplatz : Perfekte Zusammenarbeit von Verein und Verwaltung

Da waren alle füreinander des Lobes voll: Monika Stirken-Hohmann von den Stadtbetrieben lobte den SC Kapellen, der sich bei der Kernsanierung des Kapellener Sportplatzgebäudes engagiert miteingebracht habe, „sonst hätten wir hier einige Sachen nicht machen können“.

Sport-Dezernent Michael Heesch lobte die Stadtbetriebe, die anstelle ewiger Reparaturen in Kapellen den Weg einer Sanierung von Grund auf beschritten hätten. Und Ralf Stübben vom SC Kapellen lobte die Stadt ingesamt, die „in schwieriger Zeit“ (Corona) zügig gewirkt habe.

So zügig, dass der erste Bauabschnitt im Erdgeschoss in Kürze in Benutzung genommen werden kann. Der zweite Bauabschnitt – im Obergeschoss sollen eine weitere Umkleide, ein Physioraum und Schiedsrichterräume entstehen – soll in drei Wochen starten und bis zum kommenden Sommer abgeschlossen sein.

Notwendig geworden war die Kernsanierung, weil die gesamte Technik und auch die Fenster aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts marode geworden waren. Mit der Folge einer mangelnden Entlüftung der Umkleiden (Schimmelbildung).

 Rainer Hoff krempelte die Ärmel hoch...
Rainer Hoff krempelte die Ärmel hoch... Foto: KV/Gerhard P. Müller

Außerdem reichten die Umkleiden für die 17 Mannschaften, die der SC Kapellen am Start hat, nicht mehr aus. „Wir haben die einzige Anlage in der Stadt, die jeden Tag ausgelastet ist“, so Stübben wörtlich. Samstags geht der Spielbetrieb übrigens von 9 bis 18 Uhr.

Möglich wurde der Umbau im Obergeschoss, weil der SC Kapellen in Eigenleistung in einem Anbau die „Sports-Bar“ eingerichtet hat, so dass der dortige Versammlungsraum aufgegeben werden konnte.

Übrigens: Rainer Hoff und Philipp Breuer waren die beiden, die in der Hauptsache auf Seiten des Kapellener Sport-Clubs die Ärmel hochgekrempelt haben, die die alte Heizungs- und Sanitäranlage ausgebaut, die Putz und Estrich herausgeholt und die Entkernung vorangetrieben haben. Und das „in unzählbaren Stunden“. „In der Zeit hätte ich ein Haus sanieren können“, lacht Hoff.

Monika Stirken-Hohmann ist übrigens besonders stolz darauf, dass die anvisierten Kosten (884.000 Euro für den ersten Bauabschnitt) eingehalten werden konnten. Und dies in Zeiten, in denen Baumaterialien weltweit von Woche zu Woche immer teurer werden und schwerer zu bekommen sind. Für Sanierungsarbeiten an der Sportanlage in Neuenhausen zum Beispiel sind aktuell die notwendigen Dusch-Paneelen nicht mehr vorrätig...

Im kommenden Sommer will der SC Kapellen übrigens sein 111-jähriges Bestehen feiern. Bis dahin soll dann auch der Kunstrasenplatz saniert worden sein. Bliebe nur noch der Traum, an Stelle des Bolzplatzes einen zweiten, kleineren Kunstrasen (für die jüngeren Jugendmannschaften) zu bekommen...

(Gerhard P. Müller)