Kleinere Handreichungen im Alltag, eine Begleitung beim Behördengang, Unterstützung beim Einkauf – schon kleine Einsätze können für andere Menschen eine große Unterstützung bedeuten. Deswegen engagieren sich ehrenamtliche Helfer unter dem Namen „Helfende Hände Jüchen“ für ein lebendiges und solidarisches Miteinander. Menschen jeden Alters im Alltag schnell, unkompliziert und unbürokratisch zu unterstützen, das ist das Ziel. Das Kooperationsprojekt wird gemeinsam vom Netzwerk 55plus, dem Caritasverband Rhein-Kreis Neuss, dem Deutschen Roten Kreuz Familienbildungswerk sowie dem Türkisch-Deutschen Freundeskreis Jüchen getragen. Schirmherr ist Bürgermeister Philipp Sieben.
Das Angebot richtet sich insbesondere an Senioren, Alleinerziehende sowie Menschen, die vorübergehend Unterstützung benötigen. Mit ihrem Einsatz für ebendiese Menschen fördern die Ehrenamtler deren Selbstständigkeit, ermöglichen soziale Teilhabe und stärken nachbarschaftliches Engagement. Das tun die „Helfenden Hände“, indem sie ihnen bei kleineren Aufgaben, die im Alltag oft eine große Herausforderung darstellen können, unter die Arme greifen. Dazu gehören zum Beispiel das Wechseln von Leuchtmitteln, das Einrichten von technischen Geräten wie Fernsehern oder Smartphones, das Aufbauen von Möbeln oder die Unterstützung in besonderen Lebenssituationen, etwa bei kurzfristigem Hilfebedarf im familiären Umfeld.
Wie Anja Peltzer, Leiterin des Familienbildungswerks vom DRK-Kreisverband Grevenbroich, berichtet, werde besonders in einem Bereich häufig Unterstützung benötigt: „Aus unserer Erfahrung in den Kursangeboten zeigt sich, dass viele Menschen im Umgang mit zunehmenden digitalen Strukturen im Alltag vor Herausforderungen stehen – insbesondere bei Online-Buchungs- und Terminvergabesystemen. Gerade im Bereich von Behörden und Arztpraxen sind persönliche Termine häufig nur noch digital verfügbar, was für einige Personen eine erhebliche Hürde darstellt.“ Wer hier nicht auf Unterstützung aus dem Familien- oder Bekanntenkreis zurückgreifen könne, gerate schnell ins Hintertreffen, was wichtige Dienstleistungen und die soziale Teilhabe im Alltag angehe. An diesem Punkt kann das Kooperationsprojekt „Helfende Hände“ jedoch sehr gut ansetzen, da es niedrigschwellige Unterstützung im digitalen Alltag bietet und damit einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe leistet.
So kann die Hilfe in Anspruch genommen werden: Hilfesuchende können sich telefonisch oder per E-Mail an die „Helfende Hände“ wenden. Die Anfragen werden koordiniert und passgenau an ehrenamtliche Helfer vermittelt, sodass zeitnah Unterstützung organisiert werden kann. Die Hilfe erfolgt freiwillig, kostenlos und zeitlich begrenzt. Tätigkeiten, die gesetzlich geregelt sind oder besondere fachliche Qualifikationen erfordern, können nicht übernommen werden. Dazu zählen beispielsweise Pflegeleistungen, umfangreiche handwerkliche Arbeiten oder regelmäßige Fahrdienste. Die „Helfenden Hände“ sind montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr unter Tel. 02165/ 9 15 51 00 oder per Mail an [email protected] erreichbar.
Damit das Projekt, das deutlich macht, wie bürgerschaftliches Engagement den Alltag von Menschen nachhaltig verbessern kann, auch in Zukunft fortbestehen kann, werden Mitstreiter immer gesucht. Wer sich mit Zeit, Erfahrung und Engagement einbringen möchte, kann sich ebenfalls unter den oben stehenden Kontaktmöglichkeiten melden. Weitere Informationen zum Projekt „Helfende Hände Jüchen“ gibt es unter www.netzwerk-juechen.de/helfende-haende.