1. Jüchen

Kürbisstadt Jüchen: Lieber lecker gekocht oder als Deko?

Kürbisstadt Jüchen : Lieber lecker gekocht oder als Deko?

Der Herbst ist Kürbiszeit: Ob als kulinarischer Genuss oder als Dekoration. Der Kürbis ist beliebt. Besonders vor Halloween boomt der Verkauf der Beeren. Ja, Sie haben richtig gelesen, denn der Kürbis ist kein Gemüse, sondern eine Beere. Ein weiterer Fakt, den Sie vielleicht nicht wissen: Jüchen ist eine echte Kürbis-Stadt.

Dafür verantwortlich ist Jochen Roelen. Er baut gemeinsam mit einem Züchter Kürbissorten auf seinen Jüchener Feldern an. 263 neue Züchtungen wurden in diesem Jahr getestet und damit haben wir in Jüchen das größte Kürbisprobe-Feld Deutschlands. „Von den 263 schaffen es erfahrungsgemäß vielleicht drei Züchtungen auf den Markt. Diese werden dann in die ganze Welt verkauft.“ Ein Beispiel für eine erfolgreiche Züchtung ist der Mikrowellen-Kürbis. Der kann in eben dieser garen und ist so ein schneller Genuss.

Auch der grüne Hokkaido ist auf dem Versuchsfeld entstanden und gehört mittlerweile zu den über 400 Kürbissorten, die Roelen auf seinem Hof verkauft: „Der ist besonders für die asiatische Küche beliebt. Da fahren manche Kunden auch einige Kilometer, um den zu bekommen.“ Ein nettes Anekdötchen hat der Jüchener auch noch zu berichten: „Es ist immer wieder lustig zu beobachten: Männer möchten den größten Kürbis kaufen, Frauen suchen sich lieber den Schönsten aus.“ Apropos größter Kürbis: Roelens Rekord-Kürbis lag bei 183 Kilogramm: „Da steckt man aber auch sehr viel Liebe rein. Es ist unfassbar aufwendig, solch einen Giganten zu züchten.“

Wenige Tage vor Halloween ist aktuell die Nachfrage besonders groß. Roelen verrät: „Dank Corona fällt ja so viel aus. In diesem Jahr finden zwar keine Feiern statt, dafür schnitzen aber mehr Leute zu Hause ihren Kürbis passend zu Halloween. Da merken wir schon einen Anstieg zu den Vorjahren.“ Was ist denn das Besondere am Kürbis? Roelen gerät ins Schwärmen: „Er schmeckt niemals langweilig. Wir essen mindestens einmal die Woche Kürbis und variieren die Rezepte immer. Dazu ist er super vitaminreich und hat kaum Kalorien.“