Das Erste-Hilfe-Team der Gesamtschule, Ehrenamtler des DRK-Ortsvereins Wevelinghoven sowie Mitarbeiter des DRK-Blutspendediensts West arbeiteten auch in diesem Jahr für den reibungslosen Ablauf der Aktion Hand in Hand. So konnte selbst gut bewältigt werden, als sich eine lange Schlange rund um die Anmeldung zur Blutspende im Foyer bildete.
„Es ist uns eine Herzensangelegenheit, die Hemmschwelle zur Blutspende niedrig zu setzen, um insbesondere Erstspender zu generieren und sie zu Serientätern zu machen“, erklärt Schulleiter Elmar Welter, der natürlich auch die Gelegenheit zur Blutspende nutzte. Nur knapp drei Prozent der Bevölkerung würden Blut spenden, wobei viel mehr Blut für die Akuthilfe bei Unfällen, in der Krebstherapie, Operationen und auch bei Immunkrankheiten benötigt werde, berichtet Margarete Kranz, Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Wevelinghoven. Und sie betont: „Blut kann nicht künstlich hergestellt werden. Manchmal reichen die Konserven nur noch für wenige Tag. Daher muss auf jede erdenkliche Art versucht werden, Erstspender zu gewinnen.“
Als DRK-Ortsvereinsvorsitzende, aber auch als ehemalige Jüchener Bürgermeisterin, freut sie sich sehr über das Engagement der Gesamtschule. Dass mit der Aktion gezielt auf junge Menschen zugegangen werde, sorge für eine niedrigere Hemmschwelle und helfe dabei, Informationen zu dem Thema weiter zu verbreiten. Das wurde am Dienstag sehr deutlich. Die Blutspende, so Lehrerin Katharina Putzer, zuständig für den Bereich Erste-Hilfe an der Gesamtschule, sei auf den Fluren, in den Klassen immer wieder Gesprächsthema gewesen. „Manche Schüler haben ihre Klassenlehrer sogar bei der Blutspende begleitet und gesehen, wie das Ganze abläuft“, berichtet sie, „so konnte direkt manches Vorurteil, dass man beispielsweise umkippt oder die Spende wehtut, aus dem Weg geräumt werden.“
46 Personen hatten sich vorab angemeldet, erzählt Margarete Kranz, am Ende seien es aber sogar mehr gewesen. Denn der eine oder andere sei spontan dazugekommen. Was den Schulleiter mit Blick auf die Spender besonders freute: Ehemalige Schüler, die dank der vorangegangenen Blutspende-Aktion zu Erstspendern wurden, kehrten für eine weitere Spende zurück. Die Botschaft kommt also an!
Bürgermeister Philipp Sieben ließ es sich auch nicht nehmen, die Blutspendemöglichkeit zu nutzen. „So kann ich einmal kurz die Füße hochlegen“, scherzt er. Seit gut 15 Jahren ist er bereits Blutspender und er betont: „Es ist wichtig, das Thema nach vorne zu bringen. Deswegen appelliere ich an die Jüchener, bei solchen Aktionen mitzumachen.“ Bei seinen Kollegen in der Verwaltung hat das funktioniert, der eine oder andere fand ebenfalls den Weg in die Gesamtschule.
Wenn es nach ihnen geht, soll die Blutspende-Aktion weiterhin ein fester Termin im Schulkalender bleiben, sind sich Elmar Welter und Margarete Kranz einig. Eine Win-win-Situation für alle.