1. Jüchen

Montessori Kinderhaus Stessen​: Erste Faire Kita in Jüchen

Glückwünsche für das Montessori Kinderhaus Stessen : Die erste Faire Kita in Jüchen

Mit einer musikalischen Darbietung überraschten die Kinder des Montessori Kinderhaus Familienzentrums in Stessen Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Bürgermeister Harald Zillikens: Sie präsentierten beim Besuch der Gäste ein Lied über Kinderrechte. Bürgermeister und Landrat gratulierten der Kita zur Auszeichnung als „Faire Kita“.

Passend zum Anlass boten die Mädchen und Jungen selbst gebackene Kekse und Müsliriegel aus fairen Zutaten und fair gehandelten Kaffee und Tee an.

Susanne Dohmen, Leiterin des Familienzentrums, sprach mit Petrauschke und Zillikens über die erfolgreiche Zertifizierung. „Nicht nur unserem Team, sondern auch den Eltern und den Kindern bei uns ist es wichtig, mit unserem Handeln zu einer gerechteren Welt beizutragen“, berichtet sie. So spielen die Themen Nachhaltigkeit und Fairtrade in ihrer Einrichtung bereits seit langem eine große Rolle. Bei der Veranstaltung „Machen Sie Ihre Kita zur Fairen Kita“ des Rhein-Kreises Neuss und der Neusser Eine Welt Initiative (NEWI) vor über einem Jahr hatte Susanne Dohmen sich über die Voraussetzungen für die Zertifizierung informiert. „Wir haben uns dann für die Auszeichnung als Faire Kita beworben, weil wir alle von dieser Idee überzeugt sind“, erzählt sie.

Kinder aller Altersstufen erlernen in der Jüchener Kita, wie eng Nachhaltigkeit und Fairer Handel miteinander verknüpft sind. So beschäftigen sich das Team und die Kinder mit der Frage, welche Lebensmittel auf den Bauernhöfen der Umgebung produziert werden, wo Kakao und Bananen herkommen und welche Rechte Kinder haben. Zusammen mit dem Küchenteam kaufen die Mädchen und Jungen für das gemeinsame Frühstück ein und achten bei Produkten wie Honig oder Bananen auf das Fairtrade-Siegel.

Beim Sommerfest, das unter dem Motto „Auf dem Weg zur Fairen Kita“ stand, wurden bei einem Fairtrade-Quiz unter anderem faire Fußbälle verlost. In dem Schreiben der Dachorganisation „Faire Kita“, die das Siegel in NRW verleiht, wird das vielfältige Engagement ausdrücklich gelobt: „Mit Ihren Kakao- und Bananenprojekten ermöglichen Sie Ihren Kindern einen Blick über den Tellerrand zu den Familien, die in anderen Teilen der Welt einen Teil unserer Lebensmittel produzieren. Und die Kinder lernen, dass wir mit unserem Kaufverhalten einen Einfluss darauf nehmen können, dass das Recht auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen eingehalten wird.“

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeigte sich ebenfalls begeistert von den Projekten in der Stessener Kita: „Bei Ihnen macht es sicher Spaß, Kind zu sein. Mit Ihren zahlreichen Aktionen rund um den Fairen Handel unterstützen Sie die Kinder dabei, die Welt zu verstehen und positiv mitzugestalten.“ Petrauschke hatte neben fairen Bananen einen Startzuschuss in Höhe von 200 Euro mitgebracht, mit dem der Rhein-Kreis Neuss neu zertifizierte Faire Kitas unterstützt. Die Jüchener Einrichtung ist bereits die achte im Kreis, die als Faire Kita ausgezeichnet wurde.

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Der Jüchener Bürgermeister Harald Zillikens freute sich zu hören, dass weitere Kitas in der Fairtrade Town Jüchen auf dem Weg zur Fairen Kita sind. „Viele kleine Schritte entfalten in der Summe letztendlich eine große Wirkung. Ich finde es prima, dass man in den Kitas viel Wert auf Produkte aus fairem Handel legt und den Kindern die damit einhergehenden Werte spielerisch vermittelt“, so Bürgermeister Harald Zillikens.

Für die Auszeichnung als Faire Kita sind eine Beschlussfassung durch den Kindergartenrat, die Gründung eines fairen Teams, die Verwendung von fairen Produkten, Bildungsarbeit zum fairen Handel sowie Öffentlichkeitsarbeit erforderlich. Das Montessori Kinderhaus Familienzentrum hat noch viele weitere Ideen, die zusammen mit Kindern und Eltern umgesetzt werden: „Schon jetzt steht fest, dass unser Sommerfest in diesem Jahr unter dem Motto ,Kinder einer Welt‘ steht“, freut sich Susanne Dohmen.

„Und wir werden auch weiterhin unseren Tausch-Schrank anbieten, in dem die Eltern untereinander Dinge wie Kindersitze, Kleidung und auch Fahrräder tauschen können.“ Ergänzt wird dieses Angebot von einem Wunderschrank, in dem Familien selbst gemachte Sachen von Honig bis hin zu selbst gestrickten Socken zu einem kleinen Preis anbieten.