1. Rommerskirchen

Mit virtuellen Glaubensangeboten gegen „spirituellen Alzheimer“

Mit virtuellen Glaubensangeboten gegen „spirituellen Alzheimer“

Kirche, vor allem die katholische, wird gerne als alt, unmodern verschrien. Sie sei allem Neuen unaufgeschlossen. Das Gegenteil beweist jetzt Monsignore Franz-Josef Freericks aus Rommerskirchen. Der Seelsorger, der sich übrigens auch um die mental-religiöse Betreuung der Polizisten im Rhein-Kreis kümmert, lädt für die kommende Fastenzeit zu „virtuellen Exerzitien“ ein.

Exerzitien – geistliche Übungen – sind eine Lebenspraxis mit reicher Tradition. „Sich täglich eine Auszeit gönnen, schöpferische Ruhe genießen, ein Bibelwort betrachten, beten: das sind Grundelemente von Exerzitien. Sie helfen, sich neu zu orientieren und das Suchen nach Gottes Spuren im eigenen Leben einzuüben. Wir laden Sie ein, dies mit unserer Hilfe auszuprobieren“, wendet sich Franz-Josef Freericks nicht nur an die Gläubigem aus seinem Sprengel rund um die „St. Peter“-Kirche.

Er lädt alle ein, sich in der bevorstehenden Fastenzeit auf „Exerzitien mitten im Alltag“ einzulassen. Und dabei greift der engagierte Gillbach-Geistliche auf ein Angebot einer ökumenischen Gruppe im Kirchenkreis Bayreuth der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern und im Erzbistum Bamberg zurück.

  •  Dieses Foto der Pilgergruppe „St. Peter“ aus Rommerskirchen nach 200 Kilometer Fußmarsch wird es in diesem Jahr nicht geben! Dennoch hat sich der Pilgerrat ein kleines Alternativ-Programm überlegt, dass auch in Corona-Zeiten durchführbar ist.
    : Das Motto „Pilgerwege im Herzen“ wurde wahrer, als allen lieb ist!
  • : Ein Grab für Sternenkinder
  • Pastor Meik Schirpenbach schreibt im Erft-Kurier zum Weißen Sonntag : Liebe Kommunionkinder,

„Die Gläubigen dort haben fünf Wochen mit je fünf geistlichen Impulsen für Sie erstellt“, so Freericks. Die Tagesimpulse werden vom 23. Februar bis 27. März jeweils am späten Vorabend per Mail an die Gläubigen versandt, die sich hier beteiligen wollen.

Aber auch diejenigen, die nicht über Mail und Computer verfügen können mitmachen, denn die Impulse werden auch in gedruckter Form vorliegen. Das Thema der Exerzitien lautet: „Angenommen”.

In den einzelnen Wochen geht es um die Stichworte „angenommen sein“, „mal angenommen, dass …“, „das kann ich doch (nicht) annehmen“, „einander annehmen“ sowie „„aufgenommen und angenommen von Gott“.

Um eine Übersicht zu bekommen über die, die eine gedruckte Version brauchen, bitte Freericks um Anmeldung im Pastoralbüro (Telefon 02183/31 9) bis zum 10. Februar. Unter

http://www.oekumenische-alltagsexerzitien.de

können sich alle anderen bis zum 15. Februar für die Teilnahme an den neuen „Online-Exerzitien“ anmelden.

In der Pfarreiengemeinschaft biete der Pastor zudem eine Gesprächsrunde zur Begleitung der Exerzitien im Alltag an jeweils donnerstags von 19.30 bis 21 Uhr im Pfarrhaus an der Kirchgasse.

Beim ersten Treffen am 19. Februar um 19.30 Uhr nach der Abschlussmesse zum „Ewigen Gebet“ in Rommerskirchen geht es um das Kennenlernen und die Klärung aller Fragen der Teilnehmenden. Bei den anderen Treffen geht es um den Austausch der Teilnehmer über die Exerzitien.

Gillbach-Geistlicher Franz-Josef Freericks: „Wenn der Papst vor ,spirituellem Alzheimer’ gewarnt hat, dann können uns Exerzitien in unserer Spiritualität wieder lebendig machen. Deswegen lade ich herzlich zu den ,Exerzitien im Alltag’ in der Fastenzeit des Jahres 2015 ein.“

Die Verkündung von Gottes Wort hat sich immer neue und zeitgemäße Wege gesucht. Und auch das weltweite Netz macht da keine Ausnahme.

(Kurier-Verlag)