16 Friseure losgesprochen Bestleistung im Traumberuf

Grevenbroich · 16 bisherige Auszubildende haben die Gesellenprüfung im Friseurhandwerk des Rhein-Kreises abgelegt. Obermeister Marco Filz von der Friseur-Innung begrüßte sie während der Lossprechung als neue Fachkräfte im Handwerk. Jahresbeste ist Alina Lorbeer aus Kaarst.

 Obermeister Marco Filz (hinten, Zweiter von rechts) sprach die neuen Fachkräfte im Friseurhandwerk des Rhein-Kreises los und erhob sie in den Gesellenstand. Jahresbeste ist Alina Lorbeer (Vierte von links).

Obermeister Marco Filz (hinten, Zweiter von rechts) sprach die neuen Fachkräfte im Friseurhandwerk des Rhein-Kreises los und erhob sie in den Gesellenstand. Jahresbeste ist Alina Lorbeer (Vierte von links).

Foto: Kreis-Handwerkerschaft

Wenn Alina Lorbeer von ihrem Beruf spricht, dann ist ihr die Leidenschaft dafür auf der ganzen Linie nicht nur anzuhören, sondern auch anzusehen. Die 20-jährige Kaarsterin ist mit Leib und Seele Friseurin. Und nicht nur das. Sie ist auch fachlich hervorragend in ihrem Beruf, was sie mit der Jahresbestleistung in der Gesellenprüfung eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Während einer Feierstunde in der Aula des Berufs-Bildungs-Zentrums in Grevenbroich sprach Obermeister Marco Filz die 16 Auszubildenden der Sommer- und Winterprüfung los und überreichte Alina Lorbeer ihre besondere Auszeichnung.

„Ich wollte schon als kleines Mädchen Friseurin werden. Es ist mein absoluter Traumberuf und den habe ich mir jetzt verwirklicht“, sagt die junge Frau, die nach dem Realschulabschluss die Ausbildung in Neuss gemacht hat. Im selben Betrieb habe schon ihre Tante vor inzwischen 42 Jahren ihren Beruf als Friseurin erlernt, erzählt Alina Lorbeer. Besagte Tante hatte durchaus Einfluss auf die Berufswahl der Kaarsterin: Schon als Kind schaute Alina ihr mit Begeisterung zu, wenn sie Haare schnitt und Kunden frisierte.

Ihre dreijährige Ausbildung bei Cornelia Meyer beschreibt Alina Lorbeer als super. „Ich habe wirklich viel gelernt. Es gab immer Zeit für mich, wenn ich einmal eine Nachfrage hatte. Ich war in Praxis und Theorie bestens auf die Prüfung vorbereitet. Dass ich nun aber die Jahresbeste bin, hat mich schon umgehauen“, sagt die 20-Jährige.

In der Prüfung legte sie den Schwerpunkt auf den Bereich Extensions. Dabei sind es nicht nur die Haarverlängerungen an sich, die sie perfekt beherrscht. Um Problemzonen zu kaschieren, wird mit Haarteilen und -verdichtungen gearbeitet – eine komplexe Materie. Der Strähnchentechnik gehört Alinas zweite Leidenschaft.

Sie und die übrigen 15 Absolventen haben erkannt, was Obermeister Marco Filz so formuliert: „Das Friseurhandwerk hat Zukunft. Unser Beruf wird sich nicht so grundlegend verändern wie viele andere. Künstliche Intelligenz stellt für uns keine Bedrohung dar – auch künftig wird die handwerkliche Dienstleistung von Mensch zu Mensch im Mittelpunkt des Friseurberufs stehen.“

Die jetzt losgesprochenen Gesellinnen und Gesellen seien dringend benötigte Fachkräfte und ganz wichtige Mitarbeitende für die Friseursalons im Rhein-Kreis, fügte Filz hinzu.

„Ich liebe meinen Beruf. Der Kontakt mit den Menschen, die Beratung, die Kreativität, die unser Beruf mit sich bringt – es ist alles genau meins“, sagt Alina Lorbeer. „Mein nächster Traum ist der Meister“, sagt die Jahresbeste.

(-ekG.)