1. Grevenbroich

: Der Protest wird öffentlich:„Hilfe, wir ersticken!“

: Der Protest wird öffentlich:„Hilfe, wir ersticken!“

Der Protest der Wevelinghovener Bürger gegen den drohenden Verkehrsinfarkt in der Gartenstadt geht weiter. Und wird bunter. Denn in dieser Woche sind erste Transparente aufgehängt worden. Parallel dazu gab es eine Flugblatt-Aktion und Gespräche mit politisch Verantwortlichen. Dann ploppte aber noch eine ganz andere Diskussion auf...

Wevelinghoven. In der Gruppe haben sich Bürger zusammengeschlossen, die besorgt sind, was verkehrstechnisch aus Wevelinghoven werden soll, wenn das Neubaugebiet „An Mevissen“, die Etablierung der Gesamtschule und die Errichtung zweier KiTas für jede Menge zusätzliche Autos sorgen werden (mehrere tausend Bewegungen am Tag) Erft-Kurier berichtete.

Agiert hat die Gruppe unter „Besorgte Bürger Neubaugebiet Wevelinghoven“. Genau hier aber sahen einige der Aktiven das Problem: Googelt man „Besorgte Bürger“ landet man automatisch bei „Pegida“ und in der rechten Szene. Eine Szenerie, die mit dem Wevelinghovener Thema natürlich gar nichts zu tun hat.

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  • Auch in der Gartenstadt Wevelinghoven holte Bürgermeister Klaus Krützen in dieser Woche die Fahne ab, die nun vor dem Rathaus weht. Im Bild von links PräsidentGünter Piel, Oberst Peter Schrörs, Königspaar Stefan und Ursel Fücker, Klaus Krützen sowie Vizepräsident Marcus Odenthal.Das Trömmelchen, das in „normalen“ Jahren zu den Umzügen durch die schöne Gartenstadt ruft, muss heuer leider schweigen. <![CDATA[]]>Regimentsoberst Peter Schrörs aus der Gartenstadt.
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Aber, so fragen andere, darf man sich bestimmte Begriffe von den Radikalen egal welcher Richtung streitig machen lassen? Dürfen sie diese Begriffe damit sozusagen okkupieren?

Aber vollkommen egal, ob „besorgte Bürger“, „betroffene Bewohner“ oder „engagierte Einwohner“ ihre Ängste um die verkehrstechnische Entwicklung der Gartenstadt zum Ausdruck bringen, die Fakten bleiben: „Das Bauvorhaben soll jetzt offenbar in aller Eile durchgeboxt werden, obwohl es noch kein Verkehrskonzept gibt. Dabei offenbarte der vorgelegte Entwurf viele Fehler und ließ viele Fragen offen“, heißt es in dem erwähnten Flugblatt.

Und: „Wir möchten nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wir wehren uns gegen eine Bebauung ohne entsprechendes Verkehrskonzept.“ Gehandelt werden müsse, „bevor das Problem ,in Beton’ gegossen wird.“

Deshalb haben die Aktiven inzwischen mit Vertretern der CDU und SPD sowie mit Landtags-Abgeordneter Heike Troles gesprochen.

„Wir haben eine Menge an Informationen bekommen“, so ein Sprecher der Bürger- Gruppe.

Weitere Gespräche stehen aus; dem Vernehmen nach haben die „Grünen“ und die „Linken“ allerdings noch nicht auf die Einladung reagiert. Und auch das Rathaus halte sich bedeckt, heißt es.

Über die genauen Ergebnisse sollen die Mitglieder der Gruppe dann in großer Runde informiert werden.-ekG.