Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter Lebensqualität erhalten

Grevenbroich · Zum 20. Mal tagte die Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter zum Austausch über die aktuelle Lage der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung im Rhein-Kreis.

Landrätin Katharina Reinhold, AOK-Regionaldirektorin Marion Schröder und Florian Stoelk (Sprecher der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Sucht).

Foto: RKN.

Im Mittelpunkt standen die Themen „wir2: Ein Programm für Alleinerziehende“, der Gesundheitsreport der AOK Rheinland/Hamburg, die Unterstützung für suchterkrankte Menschen sowie ein Bericht der Wohn- und Teilhabegesetz (WTG)-Behörde im Sozialamt des Rhein-Kreises.

Landrätin Katharina Reinhold begrüßte die zahlreichen Anwesenden und sagte: „Die Konferenz gibt Einblicke in die mit hoher Kompetenz und großer Tatkraft verrichtete Arbeit in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Alter. Ich freue mich, dass wir im Rhein-Kreis ein starkes ´Team Gesundheit´ haben, das passgenaue Unterstützung in jedem Alter und quer durch die Lebensphasen und Lebenslagen bietet. Unser Ziel ist dabei klar formuliert: Wir wollen die Bürger umfassend dabei unterstützen, ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität zu erhalten und, wenn möglich, zu verbessern.“

Kreis-Gesundheitsdezernent Gregor Küpper moderierte die Konferenz, bei der zweimal im Jahr Akteure des Gesundheits- und Pflegesektors zum Austausch zusammenkommen. Prof. Dr. med. Matthias Franz vom Alexius-/ Josef-Krankenhaus stellte das Programm „wir2“ vor:

Das Gruppenprogramm „wir2“ richtet sich an mittelgradig belastete Alleinerziehende und Getrennterziehende, basiert auf entwicklungspsychologischen Grundlagen und hat zum Ziel, das elterliche Selbstvertrauen zu stärken und die psychische Belastung alleinerziehender Mütter wirksam und nachhaltig zu senken.

Marion Schröder, Regionaldirektorin der AOK Rheinland/Hamburg, informierte über die Zahlen der ambulanten sowie stationären Versorgung, der Kinder- und Jugendgesundheit und der Pflege im Rhein-Kreis im Rahmen des aktuellen Gesundheitsreports. Die Check-Ups – sie sind für Frauen und Männer ab 35 Jahren kostenfrei – wurden bei den AOK-Versicherten besser als im Vorjahr angenommen: Ihr Anteil ist von 54,6 im vergangenen Jahr auf aktuell 59,2 Prozent gestiegen.

34,1 Prozent der Patienten haben im Anschluss an eine Krankenhausbehandlung an einer ambulanten oder stationären Rehamaßnahme teilgenommen. Der gesamte Bericht zur regionalen Gesundheits- und Versorgungssituation findet sich auf der Internetseite der AOK Rheinland/Hamburg.

Florian Stoelk, Sprecher der psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Sucht, berichtete über die Bedarfe in der Unterstützung suchterkrankter Menschen im Kreisgebiet. Dabei wurde deutlich, dass der Ausbau niedrigschwelliger stationärer und ambulanter Angebote notwendig ist und dass die Unterstützung suchterkrankter Menschen weiterhin eine gemeinsame große Herausforderung vieler Kommunen, ehrenamtlicher und professioneller Helfer bleibt.

Der Pflegesektor war vertreten durch Christan Böhme vom Kreissozialamt, der einen aktuellen Überblick über die verbindliche Pflegebedarfsplanung 2026 und die präventiven Hausbesuche gab und den Tätigkeitsbericht der WTG-Behörde vorstellte. Er betonte, dass es oberstes Ziel bei der Arbeit der WTG-Behörde sei, ein Höchstmaß an Lebensqualität sowie die Selbstbestimmung und Sicherheit für alle Nutzerinnen und Nutzer im Rhein-Kreis Neuss sicherzustellen.

Die nächste Konferenz für Gesundheit, Pflege und Alter findet 2026 am 6. Mai um 15 Uhr im Kreishaus Grevenbroich statt. Die Sitzungen sind öffentlich, interessierte Bürger sind willkommen.

(-ekG.)