Die Aktivitäten der Rotarier Beratung für Flutopfer, sichere Luft für Grundschüler

Grevenbroich · Auch wenn die Hochwasserkatastrophe nach einigen Monaten nicht mehr allgegenwärtig ist, sind die betroffenen Gebiete weiterhin auf massive sachliche und finanzielle Unterstützung angewiesen. Wie sind die Grevenbroicher Rotarier mit dieser Situation umgegangen?

 Günter Wolfensberger, amtierender Präsident des Rotary-Clubs, und „Incoming President“ Stefan Pick.

Günter Wolfensberger, amtierender Präsident des Rotary-Clubs, und „Incoming President“ Stefan Pick.

Foto: Pick

Unmittelbar nach dem verheerenden Jahrtausendregen setzte der Rotary-Club Grevenbroich (RCGV) unter seinem Präsidenten Günter Wolfensberger alle Hebel in Bewegung. In kürzester Zeit stellte er den Menschen in den Krisengebieten über 30.000 Euro zur Verfügung.

 Hierbei machte sich der RCGV das rotarische Netzwerk zunutze, zu dem weltweit alle 34.000 Clubs gehören. So spendeten auch Rotarier aus Polen, Rumänien, Taiwan und Chile.

Unbürokratische, schnelle Hilfe steht hierbei im Fokus: Während mit den Geldern in der akuten Phase „weiße Ware“ (Herde und Waschmaschinen) beschafft wurde, geht es aktuell darum, Gebäude für die kalte Jahreszeit zu ertüchtigen (Aktion „Winterfest“), Suppenküchen zu betreiben, Unterkünfte für die Helfer zu sichern und Material für die Handwerker zu besorgen.

Vor allem aber werden nachhaltige Aktionen geplant und durchgeführt. Hierzu zählen eine Trauma-Beratung, Kinder- und Jugendfreizeiten sowie ein „KidsCamp“ im nächsten Jahr. Hierbei wird das Ziel verfolgt, die Folgen von traumatischen Erinnerungen vor allem von Kindern und jungen Menschen zu lindern und ihnen in langfristig angelegten Projekten wieder den Weg ins normale Leben zu bahnen.

 Der Rotary-Club Grevenbroich will jedoch hierbei nicht seine heimischen Projekte vernachlässigen: So wurden durch Rotarier in diesem Jahr CO²-Messgeräte in kostengünstiger Selbstbauweise in vielen Grevenbroicher Grundschulklassen etabliert. Sie tragen nun zur Überwachung der Virenbelastung in der Atemluft bei.

Die Unterstützung des Projekts „Geht fit“ steht auf der Agenda; der Club unterstützt hierbei den Verein „Alte Feuerwache“ in dem Ziel, Jugendliche in ihrer Selbstbehauptung und ihrem Selbstbewusstsein zu stärken. Die „Singpause“, welche 2013 durch Rotary Grevenbroich ins Leben gerufen wurde, wird dank finanzieller Unterstützung der Rotarier bald an allen Grevenbroicher Grundschulen etabliert sein. Der „Elsener Tisch“ wurde bereits im November mit einer Spende des Clubs ausgestattet, am Freitag übergaben Präsident Günter Wolfensberger und „Incoming President“ Stefan Pick eine Spende von 1.500 Euro an die „Tafel Rommerskirchen“.

„Die Planungen für 2022 laufen schon“, so Wolfensberger und Pick, „wir hoffen sehr, dass wir im Juni wieder unser traditionelles Sommerfest ,Rotary meets Barbecue’ im Hof der Elsener Scheune veranstalten können.“

(-ekG.)
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