1. Jüchen

Corona-Pandemie: Wie werden in Jüchen die Regeln umgesetzt?

Das Ordnungsamt ist gefragt : Wie werden in Jüchen die Regeln umgesetzt?

Lockerungen für Menschen mit zweifacher Impfung oder das Verhängen der nächtlichen Ausgangssperre. Nur zwei Beispiele der aktuellen Pandemie-Zeit, die auch in Jüchen umgesetzt werden. Und da sind die Kollegen des Ordnungsamtes gefragt. Kein einfacher Job — aber ein wichtiger.

Eines ist seit Pandemie-Beginn klar: Das Ordnungsamt kann sich über zu wenig Arbeit definitiv nicht beschweren. Verstärkt mit Kollegen anderer städtischer Abteilungen sind die Mitarbeiter in Jüchen unterwegs, um dafür zu sorgen, dass Auflagen eingehalten werden. Dabei wächst das Aufgabenfeld. Denn ab der kommenden Woche sollen Lockerungen für „Durchgeimpfte“ ermöglicht werden. Heißt aber auch, dass es wieder mehr zu kontrollieren gibt. „Ich bin dankbar, dass wir so ein engagiertes und freundliches Team im Ordnungsamt haben“, lobt Bürgermeister Harald Zillikens.

Nach dem Beschluss der nächtlichen Ausgangssperre von 22 beziehungsweise 24 Uhr bis 5 Uhr wurde im Ordnungsamt auch noch mal der Dienstplan verstärkt, um an allen Wochentagen und auch zu späterer Stunde kontrollieren zu können. Alles läuft in enger Zusammenarbeit mit der Polizei. „Hotspots“ wie der Tagebau oder das Schulzentrum werden dabei verstärkt aufgesucht. Dabei sind die Beamten keine „Spaßbremsen“. Sie führen lediglich aus, was die Bundesregierung entscheidet. „Es geht uns doch nicht um den einfachen Hundespaziergang. Aber Ansammlungen von mehreren Menschen unterschiedlicher Haushalte sind einfach gerade nicht drin und da müssen wir einschreiten“, verdeutlicht Zillikens.

  • Monika Elswyck (links) und Gabi Corsten
    Die „Pilgerweg-Stars“ : Gemeinsam durch die Pandemie
  • Die Feuerwehr Hochneukirch bekommt ein neues
    Was die Stadt plant : Große Investitionen bringen Jüchen voran
  • Der Rhein-Kreis sowie seine acht angehörigen
    Gute Chancen wegen der Unterschiedlichkeit? : Hoffen auf Lockerungen als Modell-Kreis

„Wir sind einfach auch manchmal gezwungen, hart durchzugreifen. Nehmen wir das Beispiel der Bolzplätze und der Skateranlage. Ich kann doch keinem Sportler verkaufen, dass er seinem Sport nicht nachgehen darf, wenn nebenan auf den genannten Plätzen jeder macht, was er will, ohne sich an die Regeln zu halten. Wir hatten extra noch mal gebeten, dass Abstand gehalten und Mundschutz getragen wird. Aber wenn darauf immer noch nicht reagiert wird, sind wir eben gezwungen, diese Plätze zu schließen“, erklärt der Bürgermeister.

Wie die Lockerungen für Geimpfte umgesetzt werden, ist alles abhängig von den überörtlichen Beschlüssen. Da wird das Ordnungsamt wieder schnell reagieren müssen. „Grundsätzlich begrüße ich es aber sehr, dass die Menschen ihre Grundrechte und mehr Freiheit wieder bekommen“, so Zillikens.

Der 61-Jährige weiß, dass nicht alle Bürger „Fans“ der Verordnungen sind. Doch gemeinsam kann Jüchen es schaffen „Es geht gerade um Solidarität. Und wenn ich mir die Zahlen in Jüchen anschaue, sehe ich, dass wir als Stadt im Kreis den kleinsten Inzidenzwert haben! Das zeigt, dass unsere Bürger gemeinsam durch die harte Zeit gehen, damit wir endlich wieder etwas vom alten Leben zurück bekommen!“