Ob Motorflugzeug oder Segelflieger, Hubschrauber oder Quadrocopter, 1 Meter oder 10 Meter Spannweite, fertig gekauft oder selbst gebaut – „jeder hat bei uns den gleichen Stand, wir machen keine Unterschiede“, betont Klaus Konejung, Kassierer des Vereins. Es müsse sich aber verbindlich an die Flug- und Platzordnung gehalten werden, laut der beispielsweise Modelle maximal 25 Kilogramm wiegen dürfen.
100 Mitglieder, davon 60 aktive, hat der Flugmodell-Club. Und mit 50 Jahren Mitgliedschaft ist Hermann Klinger, derzeit 1. Vorsitzender, ein absolutes Urgestein. Ihm wurde die Freude am Modellfliegen quasi in die Wiege gelegt, denn schon seine Eltern verfolgten dieses Hobby. Seine Mutter war sogar die erste Frau im RFMC – Wey. „Ich habe über 50 Modellflugzeuge und wir reden dabei von sehr viel Großem“, berichtet Klinger. Da ist zum Beispiel das selbst gebaute Modell „Transall“ mit einer Spannweite von 4 Metern.
Kassierer Klaus Konejung hat vor gut 15 Jahren mit dem Modellfliegen angefangen. Knapp 20 Modelle nennt er sein Eigen, wobei seine große Leidenschaft dabei den Hubschraubern gilt. Und es müssen nicht immer die großen Modelle sein, auch am Fliegen kleiner Quadrocopter, die häufig mit Drohnen verwechselt werden, hat er seinen Spaß. Apropos Drohnen: Wie Hermann Klinger verrät, dürfe der RFMC – Wey immer mal wieder die Fliegerstaffel der Polizei NRW auf seinem Flugplatz begrüßen. Diese nutze das Gelände für das Training mit ihren Drohnen.
Wer selbst mit dem Modellfliegen anfangen möchte, so die beiden Vorstandsmitglieder, sei schon mit knapp 300 Euro für einen fertigen Flieger und Fernsteuerung (die gleich für mehrere Modelle programmiert werden könne) startklar. Nach oben hin seien dem Hobby aber natürlich keine Grenzen gesetzt. Der RFMC – Wey freut sich auch über Interessierte, die einmal in das Modellfliegen reinschnuppern möchten. Interessenten ab zehn Jahren seien herzlich eingeladen, sich beim Verein zu melden ([email protected]). „Wir arbeiten auch im Schüler-Lehrer-Betrieb. Man kann sich das ein bisschen vorstellen wie in der Fahrschule“, erzählt Hermann Klinger. Und Klaus Konejung ergänzt: „Wir haben ein Schulungsflugzeug mit zwei Fernsteuerungen, so kann der Fluglehrer immer eingreifen. Einziehfahrwerk, Landeklappen… wie bei einem ,richtigen‘ Flugzeug gilt es, auf viel zu achten. Man steht halt nur daneben, statt darin zu sitzen. Und wie heißt es so schön: Das Gefährlichste beim Fliegen ist der Boden.“
Während die Vereinsmitglieder den Flugplatz je nach Zeit und Lust nutzen können, um ein paar Runden zu fliegen oder einfach zusammen im Clubhaus zu fachsimpeln, trifft man sich über das Jahr verteilt obendrein für diverse Veranstaltungen. Zu denen sind auch Besucher herzlich willkommen. Am Samstag, 22. August, lädt der RFMC – Wey ab 14 Uhr zum großen Sommerfest ein. Dabei gibt es nicht nur interessante Einblicke in die Welt des Modellflugs, sondern es wartet auch ein besonderes Highlight auf die Gäste: das Dämmerungsfliegen, bei denen die Modelle mit extra viel Beleuchtung und Feuerwerk abheben. Für das leibliche Wohl wird natürlich ebenfalls bestens gesorgt. Informationen zur Anfahrt gibt es unter www.rfmc.de/Anfahrt.
Übrigens werden die Modellflieger auch im September auf der „Sommersause – Jüchens Stadtfest“ zu finden sein. Gerne den 13. September schon einmal vormerken!