1. Jüchen

Schüler am Gymnasium Jüchen starten digital durch

Gymnasium Jüchen : Schüler starten digital durch

Gute Nachrichten am Gymnasium: Bereits vor der Corona-Pandemie hatte die Schule vermehrt auf Digitalisierung gesetzt – das kommt ihr nun zu Gute. In der ipad-Klasse wird alles was geht auf dem Tablet absolviert.

Als Pilotprojekt darf die Klasse 8c den Schulalltag mit Hilfe der neuen Technik meistern. Die Geräte wurden von der Stadt finanziert, so dass jeder Schüler sein eigenes Tablet hat, das dadurch nicht nur in der Schule, sondern auch für die Hausaufgaben eingesetzt werden kann. „Die Ausrede ,Ich habe mein Heft vergessen‘ gibt es jetzt nicht mehr, es ist alles online abrufbar“, erklärt Lehrer Sebastian Breustedt lachend.

Das Kollegium sorgt dafür, dass die Tablets sinnvoll eingesetzt werden. „Wir haben auch Kurse, in denen verschiedene Klassen gemeinsam unterrichtet werden, da läuft es dann natürlich auch herkömmlich ab, damit alle die gleichen Chancen haben“, erklären die Lehrer. Das bezieht sich aber auch auf den Deutschunterricht. „Denn bei allen Vorteilen der Digitalisierung ist uns immer noch wichtig, dass jeder Schüler seine eigene Handschrift hat und auch gewohnt ist, mit der Hand zu schreiben. Ergänzend wurden Stifte für das i-pad angeschafft, so dass die Schüler auch dabei weiterhin mit der Hand schreiben“, erklärt Schulleiterin Monika Thouet. 

Lehrerin Jeanette Lischka ergänzt: „Wir bereiten auf die Uni und die Arbeitswelt vor. Da benötigen die Schüler beide Fähigkeiten: mit der Hand schreiben und mit den technischen Geräten umgehen können.“ Die Vorteile überwiegen aber in der Praxis, mit dem Tablet zu arbeiten: Wird zum Beispiel eine Hausaufgabe besprochen, kann diese einfach vom i-pad auf den Beamer übertragen werden. „Die Alternative wäre ja, alles mit der Hand an die Tafel zu schreiben, kaum denkbar“, so Breustedt. Auch Fotocollagen gingen kaum besser als mit dem Tablet.

Im Frühjahr werden die Kollegen und die Schüler evaluieren, wie die erste Zeit des digitalen Heftes lief: „Was hat gut geklappt, wo ist eventuell noch Bedarf, dass wir anders arbeiten. All das werden wir uns fragen, um daraus das Beste für die nächsten Klassen zu ziehen.“ Denn wünschenswert wäre, wenn noch weitere Klassen auf Dauer mit dem mobilen Gerät arbeiten können. „Wir sind dankbar, dass uns die Stadt unterstützt hat und dass alle Lehrer, Schüler und Eltern engagiert für das Projekt sind“, freut sich Thouet.

Der digitale Fortschritt wird nun auch notgedrungen weiter in den Schulalltag einziehen: Der Tag der offenen Tür wird digital stattfinden. Circa zehn Tage werden die Informationen über die Schule online abrufbar sein, so dass sich potentielle neue Schüler und ihre Eltern einen Eindruck verschaffen können, wie das Gymnasium arbeitet, wofür es steht und wie der Schulalltag abläuft.