Kinderhaus startet Aktion für den Förderverein Kreativ-Schrank für viele, kleine Hände

Otzenrath · Dieses Jahr ist sicherlich das Jahr der Kreativität. Das zeigte sich jetzt auch im Otzenrather Montessori-Haus – auf doppelte Art und Weise. Denn der Förderverein kann in diesem Jahr natürlich nicht wie geplant Gelder einnehmen, um davon dann Projekte zu realisieren. Also wurden die Eltern kreativ und überlegten, einen Schrank zu etablieren, indem selbst hergestellte Waren zu kaufen sind – eben alles, was kreativ ist. Der Erlös kommt dem Förderverein zu Gute.

 Maike und Marleen Rütten, Max und Christoph Ferch mit Johanna Holdt (von links nach rechts) vor dem Schrank am Kinderhaus.

Maike und Marleen Rütten, Max und Christoph Ferch mit Johanna Holdt (von links nach rechts) vor dem Schrank am Kinderhaus.

Foto: Kurier Verlag GmbH/Julia Schäfer

„Die Idee kam mir nachts, als ich nicht schlafen konnte“, lacht Maike Rütten. Sie hatte davon gelesen, dass es andernorts solche Projekte gibt. „Warum soll das nicht auch bei uns funktionieren?“, fragte sich die Mutter. Und hatte Recht mit der Einschätzung.

Denn innerhalb weniger Wochen realisierte die Elternschaft das Projekt und bestückte den Schrank mit kreativen Waren. Rütten selbst stellt Armbänder, Maskenketten, Greifringe und Co. aus Perlen her. Ihre Oma Ursula Classen strickt für ihr Leben gerne und spendete Söckchen für den Schrank. Auch Schneiderin Rosi Bruchmann zeigte sich begeistert von der Idee und spendete kurzerhand ein paar Mund-Nasen-Bedeckungen. Dazu kommen Figuren, Tannenbäume und Co aus Holz sowie genähte Kleidung von zwei Kindergartenmüttern.

„Das Angebot darf sich gerne ändern und entwickeln. Wer sich mit seinem Handwerk beteiligen möchte, kann sich im Kinderhaus melden“, erklärt Rütten und fügt hinzu: „Unser kleiner Schrank für viele Hände ist etwas für alle. Von Baby bis Uroma.“

Der Künstler oder Handwerker verpflichtet sich nur, einen Teil der Einnahmen an den Förderverein zu spenden. „Uns sind so viele Möglichkeiten weggefallen, Geld für den Förderverein einzunehmen. Aber damit kaufen wir Kleingeschenke für die Gruppen oder können große Anschaffungen realisieren. Klar, dass wir das Jahr nicht einfach so verstreichen lassen wollten“, erklärt Fördervereins-Vorsitzender Christoph Ferch. Einkaufen kann am kleinen Schrank jeder zu den Öffnungszeiten des Kindergartens an der Bahnstraße.

„Ich finde es toll, dass wir eine Elternschaft und einen Förderverein haben, die so engagiert sind. Innerhalb kürzester Zeit stand der Schrank und er ist eine tolle Möglichkeit, liebevoll hergestellte Waren zu kaufen“, freut sich Kinderhaus-Leiterin Johanna Holdt.

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