Bauspielplatz des Jugendcafé Bamm Zehn Jahre voller Holzhäuser, Ideen und ganz viel Herz

Hochneukirch · „Wir haben in zehn Jahren Bauspielplatz immer wieder Anpassungen und Verbesserungen im Sinne der Sicherheit und Organisation vorgenommen. Was in all den Jahren aber immer gleich geblieben ist, ist das Herz, das wir in den Bauspielplatz stecken und das für den Bauspielplatz schlägt“, so äußert sich Cerise Beermann, Leiterin des Jugendcafés Bamm, zum runden Geburtstag des Bauspielplatzes.

25 Hütten von insgesamt 130 Kindern entstanden beim Bauspielplatz vom Jugendcafé Bamm.

Foto: Jugendcafé Bamm

Wer während des Bauspielplatzes durch den sonst eher ruhigen Schmölderpark in Hochneukirch spaziert, spürt schnell diese ganz besondere Atmosphäre eines Bamm-Bauspielplatzes: 130 Kinder arbeiten an ihren Häusern aus Holz. Es wird geplant, gehämmert, geschraubt, gemalt und vor allem ganz viel gelacht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange die zuvor besprochenen und immer wieder kontrollierten Sicherheitsvorgaben eingehalten werden.

Das funktioniert richtig gut, besonders weil sich jedes Jahr Menschen finden, die das Bauspielplatz-Team ehrenamtlich unterstützen. „Wir haben wirklich ein unfassbar großartiges Team hier. Fast alle sind ehrenamtlich hier und nehmen sich bewusst eine Woche Zeit, um die Kinder und Jugendlichen zu begleiten. Und das geht weit über die Betreuungszeit hinaus, denn das Team ist sowohl vorher als auch nachher immer bereit, Energie und Zeit in den Bauspielplatz zu stecken“, ist Cerise Beermann dankbar. Ohne diese Unterstützung wäre die Umsetzung der großen Ferienaktion nicht möglich. Viele Ehrenamtliche begleiten schon seit Jahren den Bauspielplatz, andere kommen neu dazu – und viele haben früher als Kind selbst teilgenommen.

Paul ist sechs Jahre alt und hat sich gefreut, dieses Jahr endlich zum ersten Mal am Bauspielplatz teilnehmen zu dürfen: „Das ist so toll hier! Wir können einfach bauen und ich habe schon ganz viel gelernt über Werkzeug. Wir bauen sogar eine Dachterrasse!“ Wird er nächstes Jahr wieder dabei sein? „Auf jeden Fall, wir haben nämlich dieses Jahr den Keller vergessen.“

Schüppen für einen Keller wird es beim Bauspielplatz zwar nicht geben, dafür aber sicher viele neue Ideen. Das weiß zum Beispiel Leonard, der bereits zum dritten Mal dabei ist: „Wir bauen immer anders und vor allem merken wir, dass die Hütten von Jahr zu Jahr besser und stabiler werden. Das macht einfach richtig Spaß.“ In seinem Team ist in diesem Jahr Klara, die zum ersten Mal teilnimmt: „Es ist genauso toll, wie meine Freunde vorher erzählt haben. Ich finde richtig gut, dass uns das Werkzeug erklärt wird und uns dann auch zugetraut wird, damit zu arbeiten.“

Seit zehn Jahren bietet das Bamm den Bauspielplatz an. Möglich wird die Ferienaktion dank der Unterstützung von ehrenamtlichen Kräften.

Foto: Jugendcafé Bamm

Wenn Cerise Beermann davon spricht, dass es immer wieder Anpassungen gibt, bezieht sie sich unter anderem auf die Schulung der Ehrenamtlichen. Die gab es zwar schon immer, doch in diesem Jahr hat die Bamm-Leiterin gemeinsam mit Kollegin Lea Schmitz das Konzept für die „Werkzeugkiste“ erarbeitet und umgesetzt. Hier werden im Laufe des Jahres verschiedene Schulungen angeboten, die die Ehrenamtlichen durchlaufen, um bestens auf ihre spezifischen Rollen bei Ferienfreizeiten wie dem Bauspielplatz vorbereitet zu sein. An ihnen hat unter anderem Sam Thiele teilgenommen: „Ich war richtig gut vorbereitet und fand super, dass ich dadurch auch mehr Verantwortung übernehmen durfte.“

„Wir schauen wirklich auf eine ganz besondere Woche zurück und wir sind dankbar, dass wir so viel Unterstützung bekommen. Allein dass die Eltern freitags so aktiv beim Hütten-Abbau unterstützen, ist für uns eine wahnsinnig große Hilfe“, freut sich Cerise Beermann. Für das Bamm-Team ging es nach dem Bauspielplatz direkt weiter: Das Jugendcafé bietet in allen sechs Sommerferienwochen Ferienaktionen an.