Die beiden Sozialarbeiterinnen Hildegard Otten und Sabine Abels machen sich regelmäßig auf den Weg, um junge Familien mit ihrem Nachwuchs in den drei Kommunen, für die das Kreis-Jugendamt zuständig ist, zu besuchen. Jugendamtsleiterin Marion Klein erläutert: „Wir verstehen dies als Geschenk zur Geburt, um die Neubürger willkommen zu heißen. Gleichzeitig enthält das Paket wichtige Informationen für die Eltern sowie Adressen, an die sie sich mit Fragen und bei Problemen wenden können.“
Eine Brücke zum Jugendamt will Petra Fliegen, Leiterin des Familienbüros des Rhein-Kreises, mit den Hausbesuchen schlagen. Ihre Mitarbeiterinnen bieten allen Familien beim ersten Kind einen Besuchstermin an. „Wir wollen damit vor allem über unsere Angebote für Familien informieren“, betont sie.
Wer grundsätzlich nicht an einem Hausbesuch interessiert sei, erhalte natürlich keinen Besuch. Beim zweiten oder dritten Kind bekommen Familien das Begrüßungspaket per Post und können sich – wenn sie einen Hausbesuch wünschen – an das Familienbüro wenden.
Häufig haben junge Familien Fragen etwa zum Elterngeld oder zur zukünftigen Betreuung, wenn beide Elternteile arbeiten. Auch Infos zu Treffpunkten für Mütter und Väter mit ihren Babys sind gefragt. Hildegard Otten und Sabine Abels berichten: „Wir beraten umfassend zu diesen und vielen anderen Themen und vermitteln auch in Einzelfällen Kontakt zu den Kollegen und Kolleginnen, die sich bei uns im Jugendamt zum Beispiel um Elterngeld oder Kinderbetreuung kümmern.“
Im Mittelpunkt des Besuchs steht das Gespräch mit den jungen Familien: Die beiden Sozialarbeiterinnen sehen sich als Lotsen und informieren unter anderem über die Angebote des Jugendamtes wie die Familienkarte, den Newsletter und die Unterstützung bei der Erziehung, Förderung und Betreuung der Kinder. Sie weisen auch auf die Bezuschussung von Stoffwindeln durch den Rhein-Kreis hin. So können Familien noch bis zum Jahresende 50 Prozent des Kaufpreises beziehungsweise 200 Euro bei der Erstausstattung mit Stoffwindeln zurückerhalten.
Sabine Abels, die für Jüchen und Rommerskirchen, zuständig ist, war in Jüchen bei 51 Familien mit ihrem ersten Kind; hier lag die Zahl der Neugeborenen bei 146. In Rommerskirchen besuchte sie 35 Familien; hier wurden 78 Geburten verzeichnet.
Insgesamt gab es einen Geburtenrückgang. Während die Zahl der Geburten in allen drei Kommunen im Jahr 2020 bei rund 675 lag, betrug diese im vergangenen Jahr 459.
Alle Fragen rund um das Baby-Begrüßungspaket für Interessierte in Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen beantworten Hildegard Otten und Sabine Abels vom Familienbüro des Kreisjugendamtes unter Tel. 02161 6104-5165 und -5147 sowie per Mail unter [email protected] und [email protected].