Mertens in Limbourg Am Anfang sollen die Grundschüler stehen

Rommerskirchen · Am Montag haben sich Bürgermeister Martin Mertens aus Rommerskirchen und Valérie Déjardin, Bürgermeisterin der belgischen Stadt Limbourg im Arrondissement Verviers, zu einem persönlichen Austausch getroffen. Das Treffen unterstreicht die enge und über Jahre gewachsene Verbindung zwischen beiden Kommunen.

Valérie Déjardin (Zweite von rechts) und Martin Mertens trafen sich am Montag auf dem Weg zu einer möglichen Gemeindepartnerschaft. Rommerskirchen ist bekanntermaßen „weltweit vernetzt“ (von Kuba bis China). Diesmal sind die internationalen Kontakte „naheliegender“ ...

Foto: MM.

Der Austausch zwischen Rommerskirchen und Limbourg reicht bereits mehr als fünf Jahre zurück. Seitdem stehen beide Bürgermeister in regelmäßigem Kontakt und haben sich auch während der Corona-Pandemie kontinuierlich abgestimmt. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit bildet die Grundlage für die nun weiter intensivierten Beziehungen.

Die belgische Stadt Limbourg liegt in der wallonischen Region in der Provinz Lüttich und gehört zum Bezirk Verviers. Die frankophone Kommune liegt weniger als 100 Kilometer von Rommerskirchen entfernt und ist damit ein unmittelbarer europäischer Nachbar.

Bürgermeisterin Valérie Déjardin, Mitglied der sozialdemokratischen „Parti Socialiste“ (PS), ist seit 2012 Bürgermeisterin und zugleich Abgeordnete im wallonischen Parlament. Auch Bürgermeister Dr. Martin Mertens, seit 2014 im Amt und Mitglied im Regionalrat des Regierungsbezirks Düsseldorf, engagiert sich seit vielen Jahren für eine starke europäische Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.

Beide gehören politischen Parteien an, die auch auf europäischer Ebene eng miteinander verbunden sind: Sowohl die belgische „Parti Socialiste“ als auch die deutsche SPD sind Mitglied der „Sozialdemokratische Partei Europas“ (SPE/PES) und damit Teil einer gemeinsamen europäischen Parteienfamilie sozialdemokratischer und sozialistischer Parteien.
Diese enge Zusammenarbeit auf europäischer Ebene spiegelt sich auch im vertrauensvollen Austausch beider Kommunen wider.

Im Mittelpunkt des Treffens stand neben der weiteren Zusammenarbeit vor allem das klare Bekenntnis zur europäischen Einheit. Beide Bürgermeister betonten, dass gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten ein starkes, geeintes Europa von zentraler Bedeutung ist.

„Wir vertrauen darauf, dass Europa ohne Grenzen und aufbauend auf ein friedliches Miteinander weiterhin eine starke Region des Wohlstands und des Friedens bleibt“, betonte Dr. Mertens.

Auch Bürgermeisterin Valérie Déjardin unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit einem klaren europäischen Signal: „Gerade angesichts der aktuellen internationalen Spannungen ist es wichtiger denn je, dass wir als Europäer zusammenstehen. Unsere Gemeinschaft ist unsere Stärke. Wir wollen gemeinsam für ein starkes, geeintes und friedliches Europa einstehen – und ich bin sehr froh, dass wir diese Zusammenarbeit mit Rommerskirchen weiter vertiefen können.“

Als konkreten nächsten Schritt vereinbarten beide Seiten, den Austausch zwischen Grundschulen in Rommerskirchen und Limbourg voranzubringen. Ziel ist es, bereits jungen Menschen Begegnungen über Grenzen hinweg zu ermöglichen und frühzeitig Interesse an Sprache und Kultur des Nachbarlandes zu wecken.

„Gerade im vierten Grundschuljahr können erste Berührungspunkte mit der französischen Sprache sehr hilfreich sein“, so Mertens. „Noch wichtiger ist aber, dass Kinder früh erleben, wie selbstverständlich europäische Freundschaft gelebt werden kann.“

Mittelfristig könnte sich aus der gewachsenen Zusammenarbeit auch eine offizielle Gemeindepartnerschaft entwickeln. Beide Bürgermeister zeigten sich zuversichtlich, dass die bestehende Freundschaft zwischen Rommerskirchen und Limbourg dafür eine hervorragende Grundlage bietet.

„Europa beginnt vor Ort – in unseren Städten und Gemeinden“, so Mertens. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass sich zwischen Rommerskirchen und Limbourg eine so vertrauensvolle und zukunftsorientierte Zusammenarbeit entwickelt.“

(-ekG.)