Einstimmiger Beschluss zum Gillbach Klare Forderungen an das Land

Eckum · In der jüngsten Umweltausschusssitzung wurde ein wichtiger Beschluss zum Thema Gillbach gefasst. Auf Antrag der Fraktion „Wir für Rommerskirchen“ wurde einstimmig beschlossen, dass in der Ratssitzung am 28. Mai sowohl RWE als auch der Erft-Verband ausführlich zur aktuellen Situation und Zukunft des Gillbachs vortragen müssen.

Foto: KV./Gerhard P. Müller

„Die Einstimmigkeit dieses Beschlusses zeigt, welchen hohen Stellenwert der Gillbach für unsere Gemeinde hat“, betonte die Fraktionsvorsitzende Sibille Bender.

Der Gilbach steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen: Nach aktuellem Stand ist seine Wasserführung langfristig nicht gesichert. Hintergrund ist, dass der Bach heute maßgeblich durch Einleitungen aus dem Braunkohlebetrieb gespeist wird. Mit dem Ende dieser Nutzung droht der Gillbach künftig teilweise trocken zu fallen.

Zudem ist weiterhin ungeklärt, ob und wie der Gillbach dauerhaft als fließendes Gewässer erhalten werden kann – entsprechende Lösungen werden aktuell zwischen Kommune, RWE und Erft-Verband diskutiert.

Vor diesem Hintergrund begrüßt die Fraktion „WfR“ausdrücklich, dass nun alle relevanten Akteure im Rat öffentlich Stellung beziehen müssen.

Darüber hinaus wurde im Ausschuss – ebenfalls einstimmig und unter ausdrücklicher Unterstützung von CDU und „Grünen“ – erneut bekräftigt, dass sich der Bürgermeister mit großem Engagement für den Erhalt des Gillbachs einsetzt. Der Rat beschloss, dieses Engagement weiterhin geschlossen zu unterstützen.

Deutliche Kritik äußerte das Fraktionsmitglied Walter Giesen an der Landesregierung: „Es ist schockierend, dass die ,schwarz-grüne’ Landesregierung, insbesondere der zuständige Umweltminister, seit Monaten nicht auf Schreiben zum Gillbach reagiert.“ Dieses Versäumnis liege klar bei der Landesregierung.

Die Fraktion „Wir für Rommerskirchen“ richtet daher klare Erwartungen an die Landespolitik: „Wir erwarten von Ministerpräsident Hendrik Wüst und seiner Stellvertreterin Mona Neubauer, dass sie sich endlich aktiv für den Gillbach einsetzen.“ Zwar sei positiv, dass CDU und „Grüne“ vor Ort inzwischen ebenfalls Initiativen zur Unterstützung des Gillbachs ergriffen haben, jedoch fehle bislang die notwendige Unterstützung auf Kreis- und insbesondere auf Landesebene.
„Wir fordern CDU und ,Grüne’ im Land auf, endlich wirksame Maßnahmen für den Gillbach umzusetzen“, so Walter Giesen abschließend.