Welt-Parkinson-Tag Vorbildliches in Vanikum

Vanikum · Am heutigen 11. April ist wieder Welt-Parkinson-Tag. An diesem Tag wurde James Parkinson geboren. Er hatte erstmals die Krankheit beschrieben. An diesem Tag soll der Fokus noch stärker auf die neurodegenerative Erkrankung gerichtet werden. Auch der Rommerskirchener Tischtennisverein TTC Vanikum beschäftigt sich mit dem Thema.

Die Betreuer Heinz Titzer und Stefan Hafenstein mit einem Teil der Parkinson-Gruppe (von links).

Foto: TTC

Seit Juni 2025 gibt es beim TTC eine Gruppe für Parkinson-Betroffene. Der Verein hatte den Stützpunkt innerhalb des Vereins „Ping Pong Parkinson Deutschland“ gegründet und blickt seitdem auf eine Erfolgsgeschichte zurück.

„Studien belegen, dass sich bei betroffenen Menschen Verbesserungen ihrer Symptome zeigten. Damit stellt Tischtennis tatsächlich eine vielversprechende Form der Physiotherapie für Parkinson-Patienten dar.“, erklärt Organisator Heinz Titzer, warum Betroffene die Gruppe mittwochs in der Rommerskirchener Mehrzweckhalle besuchen.

Der Tischtennisverein ist mit der Resonanz mehr als zufrieden. 18 Menschen mit Parkinsonerkrankung sind Mitglied beim TTC Vanikum geworden und der Zustrom reißt nicht ab. Weitere Personen stehen noch auf der Warteliste und es gibt darüber hinaus Anfragen von Menschen, die sehr gerne vorbeikommen wollen.

Kein Wunder, dass der TTC nach Möglichkeiten sucht, um allen Betroffenen zu helfen. Dank der unbürokratischen Unterstützung der Rommerskirchener Gemeindeverwaltung, kann die Gruppe nach den Osterferien eine Stunde früher in die Halle. „Das hilft natürlich, um alles ein wenig zu entzerren.“, freut sich Titzer.

v.l.: Die Betreuer Heinz Titzer und Stefan Hafenstein mit einem Teil der Parkinson Gruppe.

Foto: TTC

Zufrieden ist er mit der Unterstützung durch den Vorstand des Verein, denn das Ganze kostet natürlich auch Geld. Dem Chef-Organisator helfen weitere Vereinsmitglieder. Titzer hat das Parkinson-Thema bewusst von Anfang an auf breite Beine gestellt. „Für meine Mitstreiter und mich ist es einfach total motivierend, wenn man so viel Dank und Lob von den Teilnehmern zurückbekommt.“, freut sich Titzer.

„Die Teilnehmer berichten, wie gut ihnen die Zeit beim Training tut und dass sie Parkinson dann total vergessen und einfach nur frei sind.“

Aber das soll es noch nicht gewesen sein. Weitere Trainingsmöglichkeiten sind bereits für samstags in Planung, damit auch Betroffene, die unter der Woche keine Zeit haben, spielen können. Es gibt zudem auch die Überlegung noch eine „Ping-Pong-Parkinson“-Mannschaft in Rommerskirchen zu formieren.

Diese Truppe könnte dann bei extra dafür ausgerichteten bundesweiten und internationalen Turnieren spielen.

Auch wenn die diesjährige Parkinson-WM im September in Hannover noch zu früh kommt, Interesse seitens einiger Spieler ist vorhanden.

(-ekG,)