1. Grevenbroich

Corona: Die Folgen für Vereinskassen sind noch nicht abschätzbar

Corona im Blick der Schützen und Sportler : Die Folgen für Vereinskassen sind noch nicht abschätzbar

Wevelinghoven. „Die Übungsleiter haben sich alle damit abgefunden, dass es erst einmal so ist. Nach der Lockerung haben wir überlegt, welche Abteilungen betrieben werden können. Es wurden die Jugendlichen- und Erwachsenen-Abteilungen wieder gestartet.

Unter Auflagen“, informiert Harry Pulz vom TV „Germania“ Wevelinghoven über die Corona-Folgen für seinen engagierten Sportverein.

Auswirkungen auf den Mitgliederbestand gebe es noch; eine Kündigungswelle habe es nicht gegeben. Die Auswirkungen auf den Kassenbestand seien bis jetzt noch nicht absehbar. Auf der einen Seite blieben die Zahlungen an die Stadt aus, auf der anderen Seite fehlten die Einnahmen aus den Kursen. „Überblicken können wir das Ganze erst, wenn sich alles etwas normalisiert hat, am Ende des Jahres wissen wir, wie es aussieht“, hofft der TV-Vereins-Chef.

Finanzielle Auswirkungen befürchtet auch Günter Piel, seines Zeichens Vorsitzender des Wevelinghovener Bürger-Schützen-Vereins: „Wir erheben zwar Beiträge, aber uns fehlen natürlich Einnahmen aus der Werbung, der Spendensammlung und natürlich aus den Zeltveranstaltungen. Es gibt ja im Verein laufende Kosten, die auch dann entstehen, wenn kein Schützenfest stattfindet. Natürlich sparen wir Ausgaben, da ja keine Gagen für die Musik zu überweisen sind. Insgesamt fühlen wir uns natürlich, wenn es nur um ein Jahr des Verzichts geht, in unserer Planung stabil.“ Bisher hätten sich rund 90 Prozent der Schützen wieder als Mitglied angemeldet und den Beitrag bezahlt. Dieser Stand sei vergleichbar mit den Vorjahren. Die Anmeldung ist erforderlich, da die Mitgliedschaft immer für das zukünftige Schützenfest, also von August2020 bis August 2021 vor dem Schützenfest gilt.

Hary Pulz den TV Wevelinghoven,

Und Piel weiter: „Wir hoffen zur Zeit, dass die Pandemie im nächsten Jahr nicht mehr die Rolle spielt wie 2020. Selbstverständlich werden wir bei längerer Andauer der Krise bis ins Jahr 2021 rechtzeitig Planungen auch innerhalb der Präsidentenrunde machen, in der ja alle Vereine und zusätzlich der Bürgermeister vertreten sind. Wir hoffen alle, dass der ,Re-Start’ im Jahr 2021 vollzogen werden kann. Auf jeden Fall muss dies im Vorlauf so geplant werden.“

Pulz hofft nach den Sommerferien auf „normalen Sportbetrieb“ von Ballett bis Judo. „Wir planen für die einzelnen Abteilungen eine Willkommensfeier oder für die Kleinen ein Spielfest. Hier werden wir die Übungsleiter einbeziehen.“

-gpm.