1. Grevenbroich

: Sport-Verband regelte die Mittel-Verteilung selbst

: Sport-Verband regelte die Mittel-Verteilung selbst

Frimmersdorf. Das Land hatte unter dem Titel „Moderne Sportstätten 2022“ den örtlichen Stadt-Sport-Verbänden Mittel zur Verfügung gestellt, die an die Vereine verteilt werden sollten, die eigene Vereinsanlagen betreiben.

Für die Stadt Grevenbroich waren 850.000 Euro im Topf.

Der Vorstand des Stadt-Sport-Verbandes unter dem Vorsitz von Heinz-Peter Korte (CDU) beriet die Vorschläge und beschloss am Ende eine Liste mit 14 Vereinen, die von diesen Mitteln partizipieren sollten.

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Der Tennis-Club aus Frimmersdorf und Neurath zum Beispiel bekam 12.000 Euro zugesprochen, um seine Duschen auf einen modernen Stand bringen zu können.

Der Aero-Club wurde mit 18.000 Euro (Sanierung Heizung) und der Kanu-Club mit 123.000 Euro (Sanierung Dach und Sanitäranlagen) bedacht, um nur einige Beispiele zu nennen.

Den dicksten Batzen aber griff der Golf-Club „Erft-Aue“ ab, der sein romantisches Vereinsgelände direkt vor den Toren von Frimmersdorf hat. Satte 400.000 Euro wurden ihm zur Verfügung gestellt, um seine Umkleiden, Sanitär- und Toilettenanlagen auf Vordermann bringen zu können. Das weist die Liste aus.

Diese wurde dann vom Stadt-Sport-Verband an die Stadtverwaltung und an den Sport-Ausschuss weitergereicht. Und prompt kamen böse Gerüchte in Umlauf, ob nicht der Bürgermeister daran gedreht habe, dass „sein neuer Verein“ (lesen Sie auch auf der Titelseite) gleich mal kräftig absahnen könne, hieß es.

„Natürlich bin ich darauf angesprochen worden, aber das ist alles Blödsinn. Ich habe die Liste zum ersten Mal gesehen, als sie bei der Verwaltung eingereicht wurde“, macht Klaus Krützen gegenüber dem Erft-Kurier deutlich.

Dies bestätigt auch Heinz-Peter Korte als Vorsitzender des Stadt-Sport-Verbandes. Die Liste sei in dessen Vorstand „neutral“ erstellt worden. Von den sportlichen Vorlieben des Verwaltungs-Chefs habe man dabei nichts gewusst.

Mit anderen Worten: ein Sturm im Wasserglas, der nunmehr – gerade auch mit Blick auf den gerade Fahrt aufnehmenden Kommunalwahlkampf – umfassend abgearbeitet ist.

Und dem Bürgermeister bleibt nur zu wünschen, dass er bei seiner nächsten Runde den Teich an Loch zehn auf Anhieb nimmt.-gpm.