„Tough Mudder“ ist eine weltweite Serie von extremen Hindernisläufen, bei denen Schlamm, Teamwork und physisch-mentale Herausforderungen im Fokus stehen. Im April geht Holz so in den Niederlanden bei einem „Strong Viking“-Extrem-Hindernislauf an den Start: Samstag müssen 60 Kilometer mit 135 Hindernissen geschafft werden und Sonntag folgen dann noch mal „nur“ 40 Kilometer mit diesmal 100 Hindernissen.
Neben dem Laufen stehen dann Hangeln, Klettern, Gewichte-Tragen, Schlamm oder auch mal Wasser-Hindernisse auf dem Programm. „Das mache ich fünf- bis zehnmal im Jahr“, berichtet Sebastian Holz. Und er ergänzt: Ja, es gibt ein paar Sportler aus der Region, die er bei diesen Gelegenheiten trifft.
„Die Community ist bei diesen Rennen ganz anders. Viele der Hindernisse nimmt man gemeinsam. Jeder hilft jedem. Und nach dem Rennen hast du dann neue Freunde“, schwärmt Holz regelrecht.
Zum Helfen gehöre es auch, weniger Erfahreneren Techniken zu erklären, ihnen über die Hindernisse zu helfen, aber ihnen auch die Ängste zu nehmen. „Wir laufen nicht gegeneinander, sondern immer miteinander“, betont er. Und Ankommen sei immer das eigentliche Ziel, schiebt er dann nach.
Sein Freund, mit dem er oft zu den Rennen antrete, verletze sich hin und wieder einmal. „Der ist eben ein Tollpatsch“, lacht der Gustorfer. Er selbst habe sich aber noch nie ernsthaft verletzt – außer aufgeschürften Knien und blauen Flecken, die fast wie Ehrenzeichen nun einmal dazugehörten.
Und was sagt die Ehefrau zu diesen Herausforderungen? „Viel Spaß“, lacht Holz. Mehr noch: Im September gibt es ein „Tough Mudder“-Rennen, bei dem er mit der Frau und den drei Töchtern (17 und 10 Jahre) im „Familienrennen“ antreten wird. „Wir waren schon ein paar Mal dabei“, berichtet der Familienvater nicht ohne Stolz.
Übrigens ist für ihn der Matsch (Frage: Warum Modder? Antwort: Warum nicht?) eigentlich zweitrangig. „Es geht mir um die Hindernisse.“ Und um die Herausforderung.
Und die wird er haben, wenn er sich im Mai in Bünde (bei Herford) an einem 24-Stunden-Spendenlauf beteiligt. Zu fünft will man dort „auf einer Tartanbahn im Kreis laufen“, um Spendengelder zu sammeln.
24 Stunden laufen – geht das? „Keine Ahnung. Das finden wir aber heraus. Ich weiß noch nicht, worauf wir uns da einlassen“, zeigt sich Sebastian Holz gelassen. Pausen (zum Beispiel auch zum Essen) seien jederzeit möglich. Und am Ende geht es ja ausschließlich um die Höhe der Spende ...