Mit einem Antrag an den Stadtrat möchte die SPD erreichen, dass die Stadtverwaltung den baulichen und konservatorischen Zustand der Grotte fachlich untersuchen lässt, Kosten für notwendige Maßnahmen ermittelt und ein denkmalgerechtes Sanierungs- und Restaurierungskonzept erarbeitet. Auch mögliche Fördermittel sollen geprüft werden.
Der Antrag sieht zudem vor, dem Rat anschließend über Ergebnisse, Kosten und Fördermöglichkeiten zu berichten.
Die Lourdesgrotte wurde kurz nach dem Ersten Weltkrieg errichtet und ist sowohl ein Ort der Volksfrömmigkeit als auch ein Erinnerungsort für die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege. Für viele Menschen in Barrenstein hat die Anlage daher eine große historische und emotionale Bedeutung.
Philipp Bolz, Ratsherr für Barrenstein, sieht nach der Aufnahme in die Denkmalliste nun auch Handlungsbedarf: „Die Lourdesgrotte wurde erst vor Kurzem offiziell in die Denkmalliste der Stadt aufgenommen. Das ist ein wichtiges Signal für ihren historischen Wert.“
Zugleich betont Bolz, dass Denkmalschutz auch konkrete Maßnahmen nach sich ziehen müsse: „Denkmalschutz ist schön und gut, aber er darf nicht nur auf dem Papier stehen. Wenn ein Denkmal in die Denkmalliste aufgenommen wird, sollte es eigentlich zum normalen Verfahren gehören, auch den Ist-Zustand zu prüfen.“
Nach Einschätzung der SPD besteht bei der Anlage bereits ein deutlicher Sanierungsbedarf. Unter anderem zeigen sich Schäden an der Farbfassung der Figuren, Verwitterungen an der Anlage sowie gelöste Fugen im Natursteinmauerwerk.