Bei der Mitgliederversammlung am 15. Januar habe sich kein neuer Vorstand zur Wahl gestellt.
Die Entscheidung sei der WIG alles andere als leicht gefallen. „Wir hätten uns wirklich ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagt Vorstandsvorsitzender Oliver Benke.
Nach Angaben der WIG gibt es rund 36 stimmberechtigte Mitglieder. An der Versammlung hätten lediglich nur zwölf teilgenommen, darunter die sechs Vorstandsmitglieder. Die anwesenden Mitglieder hätten einstimmig dafür gestimmt, die Auflösung des Vereins einzuleiten.
Für einen wirksamen Beschluss sei in dieser ersten Versammlung jedoch eine Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder erforderlich. Diese sei mit der Zahl der Anwesenden nicht erreicht worden. Deshalb müsse eine zweite Mitgliederversammlung einberufen werden.
Diese solle Mitte März 2026 stattfinden; dann reiche die einfache Mehrheit der anwesenden Mitglieder, um den Verein aufzulösen. Der Termin Mitte März sei bewusst gewählt, so der Vorstand – auch, um eine letzte Chance zu wahren, dass sich doch noch ein handlungsfähiger Vorstand findet.
Für den „Mai-Markt“ sei ein solcher Zeitpunkt jedoch ohnehin zu spät. Der Vorstand verweist auf den Vorlauf: „Ein ,Mai-Markt’ fällt nicht vom Himmel. Sechs Monate Vorbereitung sind eher die Regel als die Ausnahme“, sagte Vorstandsvorsitzender Oliver Benke.
Er erinnert daran, die Planung und Durchführung erfolge ehrenamtlich – neben Familie, Beruf und eigenem Job.. Und genau das war über Jahrzehnte das Fundament des „Mai-Markt“: Herzblut, Gemeinschaft, Anpacken.
Die WIG betont, man sage den „Mai-Markt“ auch deshalb frühzeitig ab, um fair gegenüber den Ausstellern zu bleiben. Viele Händler und Aussteller würden langfristig planen; durch die frühe Absage sollen sie die Möglichkeit haben, sich für den Mai rechtzeitig nach Alternativen umzusehen. Die WIG verweist darauf, dass man seit Jahren verlässlich, transparent und vor allem fair mit Ausstellern kommuniziere.
Ob und in welcher Form der „Mai-Markt“ in den kommenden Jahren wieder stattfinden kann, sei derzeit offen.