Rauchmelder für die Wache Florianer mit viel Grips!

Grevenbroich · Die Stadt hat den Brandschutz in ihren Feuerwehrgerätehäusern und Einsatzfahrzeugen deutlich verbessert und dabei zugleich erhebliche Kosten eingespart.

Projektleiter Christian Koch zeigt einen der Rauchmelder

Foto: SGV.

Hintergrund ist eine bundesweit zunehmende Zahl von Bränden in Feuerwehrhäusern, die häufig auf technische Defekte im Zusammenhang mit moderner Ladeinfrastruktur und akkubetriebenen Geräten zurückzuführen sind. Auch in Grevenbroich wurde diese Entwicklung frühzeitig erkannt und zum Anlass genommen, gezielt in zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu investieren.

Kern der Maßnahme ist ein funkbasiertes Rauchwarnmeldersystem, das sowohl in den Feuerwehrfahrzeugen als auch in den Gerätehäusern installiert wurde. Insgesamt wurden 185 Rauchmelder in 39 Fahrzeugen sowie in Fahrzeughallen und weiteren Räumen an acht Standorten im Stadtgebiet verbaut und miteinander vernetzt. Das System ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Entstehungsbränden direkt an der Quelle und eine unmittelbare Alarmweiterleitung, sodass im Ernstfall schnell reagiert und größerer Schaden verhindert werden kann.

Besonders bemerkenswert ist die Umsetzung des Projekts: Planung, Installation und Betrieb erfolgten vollständig in Eigenregie durch die Feuerwehr. Dabei ging die Leistung weit über den handwerklichen Einbau der Technik hinaus. Auch die informationstechnische Anbindung wurde intern realisiert. So wurde eine Schnittstelle zwischen dem Rauchwarnmeldersystem und der Alarmierungs-App „DIVERA“ geschaffen, damit ausgelöste Meldungen ohne Zeitverlust an die zuständigen Kräfte weitergeleitet werden können. Die Feuerwehr hat damit nicht nur praktische und technische, sondern auch ihre digitale Kompetenz in das Projekt eingebracht.

Die Materialkosten beliefen sich auf rund 12.500 Euro. Vergleichbare Systeme externer Anbieter hätten nach vorliegenden Angeboten rund 225.000 Euro gekostet.

Durch die Eigenleistung der Feuerwehr konnten somit mehr als 200.000 Euro eingespart werden.

(-ekG.)