1. Grevenbroich

Grevenbroich stockt sein Jugendamt auf

Überraschend logisch : Mehr Personal, um zu sparen

Der Jugendbereich soll — wie berichtet — in das Herpel-Dezernat verschoben werden, unter anderem um Kosten zu sparen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird jetzt aber zunächst einmal das Personal aufgestockt: Sieben neue Mitarbeiter sollen noch im ersten Halbjahr den Dienst aufnehmen.

„Sieben neue Leute — das ist viel Geld. Das ist aber gut investiert“, betont der Bürgermeister jetzt gegenüber dem Erft-Kurier.

Die Erklärung: Immer dann, wenn Kinder aus den Familien herausgeholt und in Heimen oder in Pflegefamilien untergebracht werden müssen, wird es teuer für die Stadt Grevenbroich.

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„Personell wird in diesem Bereich an der unteren Grenze gearbeitet. Wenn die Mitarbeiter aber nicht genügend Zeit für die betreffenden Familien haben, kommt es zu Problemen und härteren Maßnahmen. Wenn sie ihre Aufgaben richtig machen können, spart das Geld“, führt Klaus Krützen im Interview mit dem Erft-Kurier weiter aus.

Zehn Millionen  Euro gibt die Stadt für die Unterbringung dieser Kinder aus. „Wir wollen versuchen, mit dem Mehr an Personal im Rahmen des Kindeswohl zu einer Entlastung zu kommen.“ Einen Zusammenhang mit den noch nicht weit zurückliegenden Fällen in Wevelinghoven verneint der Bürgermeister. Hier sei das Zusammenspiel unterschiedlicher Jugendämter (eines sogar außerhalb des Kreises) schwierig gewesen.

Insgesamt hat der bisher von Michael Heesch, seines Zeichens erster Beigeordneter, verantwortete Jugendbereich derzeit rund 50 Mitarbeiter.

(-gpm.)