Nazi-Parolen bei Party in Sylt Junge Union zeigt sich schockiert

Grevenbroich · In den vergangenen Tagen wurde in den sozialen Netzwerken ein Video verbreitet, dass feiernde junge Menschen in einer Bar in Sylt zeigt, die zur Melodie von Gigi D’Agostinos „L’amour toujours“ die Parole „Ausländer raus“ grölen und den Hitlergruß zeigen.

Max von Borzestowski (rechts) und Christopher Klein.

Max von Borzestowski (rechts) und Christopher Klein.

Foto: JU

Die Junge Union im Rhein-Kreis erklärt dazu:

Das Video schockiert uns. Es zeigt Ausländerhass und Geschichtsinsensibilität. Erst vor kurzem haben wir das 75-jährige Bestehen unseres Grundgesetzes gefeiert, doch dessen Prinzipien – die Unantastbarkeit der Menschenwürde, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – sind keine naturgesetzlichen Selbstverständlichkeiten.

Vielmehr ist es unser aller Demokraten Pflicht, sich immer wieder aufs Neue für Toleranz, Demokratie und Weltoffenheit einzusetzen. Selbst wenn die Vorkommnisse auf Sylt im betrunkenen Zustand geschehen oder „nur Spaß“ gewesen sein sollten, sind sie indiskutabel und unentschuldbar. Ausländerhass ist niemals „nur Spaß“.

Wir fühlen mit all jenen, die sich ein friedvolles Leben in Deutschland wünschen und sich nun erneut in dieser widerlichen Art und Weise herabgesetzt fühlen müssen. Hetze gegen Ausländer und Deutsche mit Migrationsgeschichte sind niemals akzeptabel; rechtliche Konsequenzen müssen immer die rechtsstaatliche Antwort sein.

Darüber hinaus braucht es Menschen, die eingreifen, wenn sie ausländerfeindliche, sexistische und anderweitig diskriminierende Aussagen und Situationen mitbekommen. Nicht nur bei Fremden, sondern auch und in besonderem Maße bei Freunden, Bekannten und in den Familien.

Wir brauchen mehr Empörung, mehr Miteinander, mehr Sensibilität und ganz offenbar auch mehr historische und politische Bildung. Die Massendemonstrationen als Reaktion auf die „Remigrationskonferenz“ in Potsdam haben eindrücklich gezeigt, dass die Demokraten in Deutschland die große Mehrheit darstellen.

Demokraten stehen niemals allein. Wir als Junge Union im Rhein-Kreis stehen in euren Reihen – für ein demokratisches, tolerantes und weltoffenes Deutschland.

Unterzeichnet wurde diese Erklärung unter anderem von Sarah Kohtes (Vorsitzende der Jungen Union im Rhein-Kreis), Max von Borzestowski (Vize-Vorsitzender der Jungen Union Niederrhein), Raveena Babu (Vize-Vorsitzende der Jungen Union im Rhein-Kreis und Vorsitzende der JU Jüchen) sowie Christopher Klein Vize-Vorsitzender der Jungen Union im Rhein-Kreis und Vorsitzender JU Grevenbroich und Rommerskirchen).

(-ekG.)
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