Kreis, Caritas und Diakonie setzen erfolgreiche Zusammenarbeit fort „Demokratie leben!“ geht weiter

Grevenbroich · Das Programm „Demokratie leben!“ geht weiter. Nach einer einjährigen Unterbrechung wird das Bundesprogramm im Rhein-Kreis wieder umgesetzt.

Benjamin Lampa (Caritas; sitzend, links) und Bernd Gellrich (Diakonie; sitzend, rechts) sowie Kreisdirektor Dirk Brügge (sitzend, Mitte) mit (stehend von links) Jens Bender (Leiter Kreissozialamt), Ulrike Weyerstraß (Leiterin Kommunales Integrationszentrum), Dr. Ute Paschner-Kirsch (Caritas), Yvonne Crynen (Kommunales Integrationszentrum) und Andre Fitzner (Diakonie)

Foto: RKN.

Die neue Förderperiode hat bereits 2025 begonnen und läuft bis 2032. Kreisdirektor Dirk Brügge überreichte die Weiterleitungsbescheide an die Vertreter der beiden Träger, darunter Benjamin Lampa und Dr. Ute Pascher-Kirsch von der Caritas sowie Bernd Gellrich und Andre Fitzner von der Diakonie.

Die Partner unterzeichneten die entsprechenden Kooperationsvereinbarungen.

Dirk Brügge betonte: „Ich freue mich sehr, dass wir nach der einjährigen Pause das Bundesprogramm ,Demokratie leben!’ wieder in bewährter Zusammenarbeit mit der Caritas und der Diakonie als Koordinierungs- und Fachstelle im Rhein-Kreis umsetzen können. Es ist ein bedeutendes Programm, das gezielt Projekte zur Stärkung der Demokratie, zur Förderung von Vielfalt und zur Prävention von Extremismus unterstützt.“

Nachdem der Kreis im ersten Interessenbekundungsverfahren zunächst nicht berücksichtigt worden war, ergab sich Ende 2025 erneut die Möglichkeit zur Antragstellung. Ende März erhielt der Rhein-Kreis den Zuwendungsbescheid des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben.

Nahtlos konnte dabei an die bewährte Zusammenarbeit mit dem Caritasverband und der Diakonie angeknüpft werden.

Bereits seit 2015 wird „Demokratie leben!“ im Rhein-Kreis durch das „Kommunale Integrationszentrum“ erfolgreich durchgeführt. Auch in der neuen Förderperiode übernehmen der Caritasverband und die Diakonie wieder zentrale Aufgaben innerhalb der Partnerschaft für Demokratie.

Die Koordinierungs- und Fachstelle bei der Caritas fungiert dabei als erste Anlaufstelle für Projektträger im gesamten Kreisgebiet. Sie berät Interessierte bei der Entwicklung und Antragstellung ihrer Projekte, begleitet die geförderten Maßnahmen und stimmt die Arbeit eng mit dem Kommunalen Integrationszentrum ab.

Ansprechpartner für Projektträger ist Simon Burstedde von der Caritas. Die notwendigen Antragsunterlagen werden auf der Internetseite des Rhein-Kreises zum Download bereitgestellt und können zudem bei den Ansprechpartnern per Mail angefordert werden.

Über die Förderung der eingereichten Projekte entscheidet anschließend das lokale Gremium der „Partnerschaft für Demokratie“ – das so genannte „Bündnis“. Dieses besteht überwiegend aus Vertretern der Zivilgesellschaft, darunter Vereine, Initiativen, Verbände, Bildungsträger und Religionsgemeinschaften. Die Entscheidung über Förderanträge liegt damit bewusst breit aufgestellt in gesellschaftlicher Verantwortung.

Wie vielfältig die geförderten Projekte sein können, zeigte bereits die vergangene Förderperiode. Unterstützt wurden unter anderem Online-Veranstaltungsreihen zu politisch aktuellen Themen, musikalische Lesungen zum 75-jährigen Bestehen des Grundgesetzes und zum 80. Jahrestag des Kriegsendes sowie Veranstaltungen zu jüdischem Leben, Antisemitismus und Extremismus. Darüber hinaus fanden Demokratiefestivals, Projekte zu Kinderrechten und Abendveranstaltungen zum Thema „Zunehmender Rechtsextremismus“ statt. Einen wichtigen Schwerpunkt bildeten zudem zahlreiche präventive Schulprojekte zu Themen wie Extremis-mus, Antisemitismus und Vielfalt – etwa in Form von Rap- oder Kunstworkshops.

Die Diakonie ist seit 2020 für das Jugendforum zuständig. Dieses ist bei der Jugendeinrichtung „Die Rübe“ in Dormagen angesiedelt und dient als zentrale Anlaufstelle für Jugendliche im gesamten Kreisgebiet, die sich für das Programm interessieren und engagieren möchten.

Interessierte erhalten weitere Informationen zum Programm unter dem Link www.rhein-kreis-neuss.de/demokratie-leben und bei Yvonne Crynen unter 02181/601-5065 oder per Mail ([email protected]), bei Simon Burstedde von der Caritas als Ansprechpartner für Projektträger per Mail ([email protected]) sowie bei Sascha Jäckel von der Diakonie als Ansprechpartner für Jugendliche ([email protected]).

(-ekG.)